Saturday, 31 July 2010
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Mitarbeiter im Karawanenkapitalismus E-mail

Die Mitarbeiter im Karawanenkapitalismus 

Wenn man Firmenwerbung sieht, in der dafür geworben wird, Software zu erwerben, die zu einem höheren Erfolg beiträgt und „Mitarbeiter“ wesentlich erfolgreicher arbeiten lässt, kann man doch nur ein wenig schmunzeln.

Denn wie kann ein Unternehmen, sich darauf verlassen, dass die beste Software optimal funktioniert, wenn der Sorgengeplagte Mitarbeiter gar nicht die Aufmerksamkeit aufbringen kann, diese auch korrekt zu bedienen. So zumindest ist wohl die Meinung des DGB, der auch in diesem Jahr zum 01. Mai zu den jährlichen Protesten für die Arbeitnehmer aufrief.

Betrachtet man jedoch die Ausdrucksweise, bei der es mittlerweile zum Standart zu gehören scheint, von Heuschrecken, Raubtieren und Karawanenkapitalismus zu sprechen, wird man sich als „unbedarfter“ Zuhörer sicher nicht gleich darüber klar werden können, ob man sich in einer Gewerkschaftsveranstaltung befindet oder mitten in einer Wahlkampfveranstaltung für den Bundestag. Eines wurde aber auch in diesem Jahr wieder bestätigt, dass weniger Menschen an diesen traditionellen Protesten und Veranstaltungen Interesse haben. Auch wenn es mehr als 400 Veranstaltungen gab, so waren es insgesamt doch nur noch etwa 400.000 Menschen, die ihrem Ärger über Managergehälter Luft machen wollten.

 

Verhältnisse in Amerika 

Amerika, das auch von der deutschen Bundesregierung, sehr lange als „Paradies“ für jeden Fleißigen galt, wird jetzt auch schon mal zu einem „Teufel“ an die Wand gemalt. So beklagt sich Herr Sommer darüber, dass es doch schon eine bittere Erfahrung für viele ist, wenn man zwei oder drei Jobs braucht, um über die Runden zu kommen. Das diese Verhältnisse aber auch nicht erst seit gestern in Amerika herrschen und dass auch deutsche Politiker, diese Verhältnisse häufig bewunderten, wie sie es teilweise auch heute noch tun, scheint dabei völlig in Vergessenheit zu geraten. Man will eben nur die erfolgreichen Unternehmen wie aus den USA, diesen jedoch nicht die „gleichen“ Bedingungen geben, wie es die amerikanische Regierung tut.

» 1 Comment
1"Bei uns ähnlich!"
at Tuesday, 02 September 2008 11:30by Claudia
Tja, der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär scheint ausgeträumt zu sein. Ich finde es jedoch sehr viel bedenklicher, dass wir in Deutschland auch immer weiter in diese Richtung gehen. Während sich die großen Unternehmen immer mehr vom Kuchen abschneiden, wird es für immer mehr Arbeiter zur Normalität das Lebensunterhalt per Zweitjob zu sichern. Vielleicht ist dies auch der Grund dafür, dass die Besucherzahlen bei Protestveranstaltungen sinken - die Leute haben einfach keine Zeit, weil sie gerade ihrem Zweit- und Drittjob nachgehen.
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