|
Page 4 of 5 Fingerspitzengefühl bei aggressiven Werbeformen Aus diesen Punkten ergibt sich, dass die Vermietung von Werbeflächen einerseits einen praktischen Nutzen hat, andererseits aber auch das optische Erscheinungsbild der Internetseite beeinflusst. Insofern besteht die Herausforderung für den Netzseitenbetreiber darin, die Werbeanzeigen auf seiner Homepage so auszuwählen und zu platzieren, dass sie sich harmonisch in das Gesamtbild seiner Seite einfügen, also weder auf der Seite untergehen noch die Seite zu einer überfüllten virtuellen Anzeigentafel machen. Zudem ist insbesondere bei aggressiveren Werbeformen wie den folgenden etwas Vorsicht geboten:
Layer Ads Layer Ads, die teils auch als Hover Ads bezeichnet werden, legen sich über die Inhalte der Webseite und schließen sich nach einer bestimmten Zeit entweder automatisch oder werden durch den Nutzer geschlossen. Im Unterschied zu einem normalen Pop-Up können Layer Ads auch komplexe Werbebotschaften transportieren, beispielsweise in Form von kurzen Filmen.
Interstitials Interstitials sind Werbeanzeigen, die erscheinen, wenn der Besucher zwischen den Unterseiten einer Webseite wechselt. Bevor die aufgerufene Unterseite aufgebaut wird, wird die Werbanzeige als Unterbrechung angezeigt und die gewünschte Seite erst nach einer gewissen Seite freigegeben.
Prestitials Prestitials sind vom Prinzip her wie Interstitials, sind allerdings der eigentlichen Webseite vorgeschaltet. Der Benutzer gelangt also erst auf die Webseite, nachdem die Werbeanzeige eine gewisse Zeit lang angezeigt wurde oder indem er auf einen integrierten Link klickt. Zweifelsohne sind diese und ähnliche Werbemittel lukrativ, denn der Nutzer kommt kaum daran vorbei, die Werbung zu beachten. Allerdings reagieren die meisten Nutzer wenig erfreut auf solche Werbeeinblendungen, so dass sie dem Webseitenbetreiber letztlich mehr schaden als tatsächlich nutzen können.
Gelungene Werbeanzeigen Sowohl für den Netzseitenbetreiber als auch für den Werbenden ist daher wichtig, zu wissen, wodurch sich gelungene Werbeanzeigen im Internet auszeichnen. Im Wesentlichen spielen hierbei vier Faktoren eine Rolle:
Die Inhalte müssen zueinander passen. Eine Werbeanzeige muss sich inhaltlich in die Seite einfügen, denn ansonsten entsteht der Eindruck, der Webseitenbetreiber hat bei der Auswahl seiner Werbepartner tatsächlich nur darauf geachtet, eine Möglichkeit zur Senkung der Kosten für seine Webseite zu finden.
Die Werbeanzeigen müssen interessant sein. Der Nutzer muss durch die Werbeanzeige nicht darauf aufmerksam gemacht werden, dass er mehr über das Produkt oder das Unternehmen erfährt, wenn er auf die Anzeige klickt, denn dies weiß er selbst. Insofern sollte die Werbeanzeige Spannung aufbauen oder eine Überraschung versprechen, so dass der Kunde interessiert daran ist, zu erfahren, was oder wer sich hinter der Anzeige verbirgt.
Die Anzeigen müssen die Aufmerksamkeit erregen, aber dürfen nicht stören. Banner mit blinkendem Rahmen oder statische Anzeigen dürften heute kaum noch jemanden dazu bringen, die Anzeige tatsächlich anzuklicken. Zu bunte, zu aufdringliche oder buchstäblich zu laute Werbung ist jedoch eher störend und nervig. Insofern gilt es hier, das richtige Maß zu finden.
Optimierte Übertragungsraten. Sowohl die Seite als auch die Werbeanzeigen müssen schnell und problemlos zu erreichen sein. Kein Nutzer möchte ewig warten, bis er eine Internetseite vollständig angezeigt bekommt. Insofern sind aufwendig animierte Werbeanzeigen zwar optisch schön, dürfen jedoch keinen Negativeinfluss auf den Aufbau und das Gesamtbild der eigentlichen Seite nehmen. Gleiches gilt, wenn sich der Nutzer dazu entschließt, eine Werbeanzeige anzuklicken, denn auch hier möchte er nicht ewig warten, bis die Verbindung zum jeweiligen Host aufgebaut ist.
» No Comments
There are no comments up to now.
» Post Comment
|