6 Merkmale für lohnenswerte Innovationen

6 Merkmale für lohnenswerte Innovationen

Die Welt scheint immer schneller, dynamischer und hektischer zu werden. Die Uhren ticken schneller, eine Innovation jagt die nächste. Was vor wenigen Jahren noch nach Visionen aus einem Science-Fiction-Film klang, ist inzwischen längst im Alltag angekommen.

6 Merkmale für lohnenswerte Innovationen

Technologien, die vor kurzem eine Sensation waren, sind teils Standard und teils schon wieder überholt.

Wenn heute eine Meldung im Internet veröffentlicht wird, erreicht sie innerhalb kürzester Zeit Menschen auf der ganzen Welt. Um die rasanten Entwicklungen zu veranschaulichen, ein Beispiel:

Es dauerte rund 38 Jahre, bis das Radio von 50 Millionen Haushalten weltweit genutzt wurde. Die App “Pokemon Go” schaffte das in gerade einmal 19 Tagen.

Für Unternehmen entsteht dadurch ein Umfeld, das Risiken birgt, aber zugleich auch Chancen bietet. Es kann sehr schnell passieren, dass ein Unternehmen den Anschluss verliert und in der Masse untergeht. Umgekehrt eröffnen sich unzählige Möglichkeiten, um hervorzustechen und mit neuen Ideen zu begeistern.

Allerdings gilt es dabei auch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Möchte ein Unternehmen langfristig konkurrenzfähig und erfolgreich bleiben, muss ihm der Spagat zwischen altbewährten Traditionen und etablierten Werten auf der einen Seite und Innovationen samt Digitalisierung auf der anderen Seite gelingen.

Dynamisch zu sein und das Unternehmen in die Zukunft zu führen, heißt nicht, dass das Unternehmen jeden Trend mitmachen muss. Sonst geht das, wofür das Unternehmen steht, irgendwann verloren und die Kunden sind verwirrt.

Am Ende geht es also darum, die Trends auszumachen, die das Unternehmen nach vorne bringen. Gleichzeitig muss das Unternehmen jedes Mal aufs Neue entscheiden, ob und was eine neue Idee bringt.

Dabei gibt es sechs Merkmale, die lohnenswerte Innovationen ausmachen:

  1. Die Innovation bietet einen Mehrwert.

Eine Innovation lohnt sich dann, wenn sie mit einem echten Mehrwert für die Zielgruppe einhergeht. Sie sorgt dafür, dass der Kunde einen Vorteil hat, wenn er das Produkt dieses Unternehmens kauft und nicht zur Konkurrenz geht.

Allerdings sollte das Unternehmen einen möglichen Mehrwert nicht nur rein aus Kundensicht beurteilen und am Angebot festmachen. Denn der Mehrwert kann sich auch indirekt einstellen.

Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Innovation dazu führt, dass die Mitarbeiter ihren Job schneller und besser erledigen können. Steigen die Mitarbeiterzufriedenheit und die Motivation, haben davon unterm Strich auch die Kunden etwas.

  1. Die Innovation ist nachvollziehbar.

Technische Weiterentwicklungen haben den Alltag an vielen Stellen leichter gemacht. Zahlreiche Abläufe und Tätigkeiten, die früher mühsam waren, sind heute mit einem Knopfdruck oder wenigen Klicks erledigt.

Doch das hat auch dazu geführt, dass die Menschen mittlerweile keine komplizierten und aufwändigen Lösungen mehr möchten. Die Aufmerksamkeit, die sie in ein Produkt oder einen Inhalt investieren, ist sehr begrenzt.

Damit eine Innovation erfolgreich sein kann, muss sie deshalb leicht verständlich sein. Die Zielgruppe muss die Neuerung ohne großartige Erklärungen nachvollziehen können.

Eine lohnenswerte Innovation zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch von einem Kunden begriffen wird, der vorher noch nie etwas mit dem Unternehmen zu tun hatte.

  1. Die Innovation wurde im Vorfeld getestet.

Jeder neue Weg, den ein Unternehmen beschreitet, geht mit einem gewissen Risiko einher. Das ist normal und lässt sich kaum vermeiden. Allerdings ist es durchaus möglich, das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Nämlich, indem das Unternehmen seine Idee vorab testet.

Was banal klingt, wird in der Praxis aber kaum oder bestenfalls halbherzig gemacht. Denn oft ist ein Unternehmen so begeistert von seinem Vorhaben, dass es gar nicht auf dem Schirm hat, dass die Idee bei den Kunden nicht gut ankommt.

Wichtig ist deshalb, dass ein Unternehmen zunächst eine Testphase mit einer kleinen Kundengruppe startet. Danach kann es beurteilen, ob es sich lohnt, weiter an der innovativen Idee festzuhalten.

  1. Der Erfolg der Innovation ist messbar.

Gerade die Onlinemedien bieten eine Fülle an Instrumenten, um die Popularität einer Idee oder eines Produkts zu messen. Kommentare, Bewertungen, Likes und Shares sind nur ein paar Beispiele. Am Ende ist es der Kunde, der Produkte kauft oder Dienstleistungen nutzt und so über den Erfolg entscheidet.

Das Unternehmen ist deshalb gut beraten, den Kunden mit ins Boot zu holen. Die Homepage, die sozialen Medien und Bewerbungsplattformen liefern dem Unternehmen wertvolle Erkenntnisse über seine Zielgruppe, bringen Feedbacks ein und ermöglichen, direkt mit potenziellen Kunden zu kommunizieren.

Das Unternehmen erfährt, was die Kunden wollen und brauchen. Mithilfe von klar definierten Kennzahlen kann es analysieren, was schon erfolgreich läuft und an welchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht.

Doch das setzt voraus, dass der Effekt einer Innovation objektiv messbar ist. Sonst lässt sich nicht beurteilen, ob sie erfolgreich ist und sich lohnt.

  1. Die Innovation passt zu den Unternehmenswerten.

Nicht jeder Trend, der vielversprechend klingt, passt zu jedem Unternehmen. Es macht keinen Sinn, interessante Neuerungen der Konkurrenz 1:1 zu kopieren und darauf zu hoffen, dass sie im eigenen Unternehmen den gleichen Erfolg erzielen werden.

Der erste Schritt muss immer darin bestehen, sich die Werte und Traditionen vor Augen zu führen, für die das Unternehmen steht. Sie sind der Markenkern und damit die Punkte, die die Verbindung zwischen Unternehmen und Zielgruppe schaffen.

Eine Innovation, die die Unternehmenswerte verwässert, die Unternehmensphilosophie in Frage stellt oder den Markenkern verändert, birgt das Risiko, dass die Zielgruppe verunsichert ist oder sich gar abwendet.

  1. Die Innovation ist eine sinnvolle Erweiterung.

Eine Neuerung einzuführen, heißt nicht, dass Altbewährtes dadurch ersetzt werden muss. Es geht nicht immer um ein „Entweder oder“. Eine Innovation kann genauso gut eine Ergänzung oder Erweiterung sein.

Doch bevor das Unternehmen über Innovationen nachdenkt, sollte es prüfen, ob diese zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt notwendig sind. Sind die Auftragsbücher voll, laufen die Geschäfte gut und stimmen die Zahlen, gibt es keinen Anlass, ein offensichtlich funktionierendes Konzept umzuschmeißen.

Natürlich sollte das Unternehmen immer offen für Neues bleiben. Aber es muss eben auch erkennen, wann der richtige Zeitpunkt für Neuerungen ist – und wann alles beim Alten bleiben kann.

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