Die 8 größten Fehler bei einer Existenzgründung 

Die 8 größten Fehler bei einer Existenzgründung

Viele möchten sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllen. Doch eine gute Idee alleine reicht nicht aus. Damit das Unternehmen gelingt und langfristig zum Erfolg wird, müssen die Weichen von Anfang an richtig gestellt werden. Dabei lauern auf dem Weg viele Fallen, in die Gründer regelmäßig tappen. Wir haben die acht größten Fehler bei einer Existenzgründung zusammengestellt – damit Gründer zumindest diese Klippen schon mal umschiffen.

Die 8 größten Fehler bei einer Existenzgründung

Fehler Nr. 1: Ungeeignete Berater

Viele Existenzgründer besprechen ihre Geschäftsidee mit der Familie, den Freunden und den Bekannten. Dort holen sie sich neben Zustimmung und Rückendeckung oft auch weitere Ideen und Anregungen. Grundsätzlich ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Sofern im persönlichen Umfeld kein erfahrener Geschäftsmann oder Unternehmensberater dabei ist, scheiden die genannten Gesprächspartner als ernsthafte Berater aber aus.

Bei einer Existenzgründung müssen sehr viele Dinge beachtet werden. Und es lauern jede Menge Stolpersteine. Deshalb sollte sich der Existenzgründer unbedingt an einen professionellen Existenzgründungs-Berater wenden.

Fehler Nr. 2: Alles selbst machen wollen

Generell lautet der Ratschlag an Existenzgründer, dass sie sich um die unternehmerischen Tätigkeiten kümmern sollten, die ihnen gut liegen und die sie einigermaßen beherrschen. Aber die wenigsten Existenzgründer verfügen über das notwendige Know-how in rechtlichen und steuerlichen Fragen.

Deshalb sollte sich ein Gründer noch vor der Anmeldung seines Gewerbes professionelle Hilfe von einem Rechtsanwalt oder einem Steuerberater holen. Er kann sich um die juristischen und steuerlichen Angelegenheiten kümmern.

Das fängt mit der Wahl der richtigen Rechtsform für das Unternehmen an und endet mit den Feinheiten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Natürlich ist es mit teils hohen Kosten verbunden, Profis zu beauftragen. Aber auf diese Weise lassen sich Fehler vermeiden, die den Gründer später teuer zu stehen kommen können.

Fehler Nr. 3: Fehlerhaftes Geschäftskonzept

Selbstverständlich ist der Gründer von seiner Geschäftsidee und dem Konzept, das er auf dieser Basis erarbeitet hat, überzeugt. Sonst würde er das Unternehmen so ja nicht gründen. Doch als Existenzgründer hat er einen anderen Blick auf seine Idee und den Markt.

Aus diesem Grund ist der Gründer gut beraten, wenn er sein Konzept vor der Gründung von einem Experten überprüfen lässt. Ein Profi kann Ungereimtheiten und Fehler aufspüren und die notwendige Hilfestellung geben, um die Geschäftsidee entsprechend anzupassen. Ein professioneller Branchenvergleich hilft außerdem dabei, die Chancen, aber auch die Risiken zu erkennen.

Fehler Nr. 4: Unzureichende Marktforschung

Für eine gelungene und langfristig erfolgreiche Existenzgründung ist eine gründliche Marktforschung mindestens genauso wichtig wie eine gute Geschäftsidee. Märkte, die bereits gesättigt sind, bieten oft wenig Raum für neue Unternehmen. Sehr kleine Nischenmärkte wiederum sind oft eben einfach nicht groß genug, um eine dauerhafte Geschäftsgrundlage mit Wachstum sicherzustellen. In beiden Fällen steht die Existenzgründung deshalb auf wackeligen Beinen.

Daher sollte der Existenzgründer eine wirklich sorgfältige Marktforschung betreiben. Kammern und Fachverbände können hier gute Ansprechpartner sein und die benötigten Informationen liefern. Daneben kann es sich lohnen, einen Existenzgründer-Berater oder einen Unternehmensberater einzuschalten.

Fehler Nr. 5: Stur am Konzept festhalten

Bei einer Prüfung der Geschäftsidee, einer Analyse des Konzepts oder der Auswertung der Marktforschungsergebnisse zeigt sich oft, dass Änderungen und Nachbesserungen notwendig sind. Manchmal kommt sogar heraus, dass die Geschäftsidee so wahrscheinlich überhaupt nicht funktionieren wird.

Statt stur an der ursprünglichen Idee festzuhalten, sollte der Existenzgründer die Vorzeichen ernst nehmen und ein anderes, angepasstes oder neues Konzept erarbeiten. Denn es macht letztlich keinen Sinn, viel Zeit und Geld in ein Projekt zu investieren, das zwar dem Gründer gefällt, auf dem Markt aber kaum Chancen hat.

 

Fehler Nr. 6: Falsche Finanzierung

Gerade bei der Finanzierung ist es sehr wichtig, dass der Gründer richtig kalkuliert. Richtig bedeutet in diesem Fall, dass der Gründer nicht zu knapp rechnet, aber auch nicht mit unnötigen Schulden startet.

Gut ist deshalb, wenn sich der Existenzgründer von einem Profi beraten lässt. Das kann ein Unternehmensberater sein, genauso aber auch ein Bankberater. Mit ihm zusammen kann der Gründer den Finanz- und Investitionsbedarfsplan durcharbeiten. Die erste Frage, die dabei geklärt werden sollte, ist, ob der Gründer tatsächlich Fremdkapital braucht – und wenn ja, in welcher Höhe.

Die nächste Frage bezieht sich auf notwendige Investitionen. Anschaffungen, bei denen die Summen sehr hoch sind oder die zum falschen Zeitpunkt erfolgen, treiben den Kapitalbedarf nur unnötig in die Höhe. Gleiches gilt für die sogenannten Prestige-Anschaffungen. Ein chices Geschäftsauto beispielsweise ist sicher eine schöne Sache. In der Phase der Existenzgründung gibt es aber Anschaffungen, die deutlich wichtiger sind.

Außerdem sollte der Existenzgründer klären, ob er Fördermittel in Anspruch nehmen kann. Maßgeblich dabei sind vor allem die Richtlinien, die mit der Förderung einhergehen. Im Blick haben sollte der Gründer dann auch, welcher zeitliche Rahmen für die Förderung vorgegeben ist und welche Unterlagen er braucht, um die Mittel zu beantragen.

Fehler Nr. 7: Mangelhaftes Controlling

So mancher Existenzgründer behandelt das Controlling recht stiefmütterlich. Doch gerade das Controlling ist ein entscheidender Aufgabenbereich, wenn es darum geht, den Absatz zu verbessern und wettbewerbsfähige Strategien zu entwickeln. Der Gründer ist also gut beraten, wenn er sich hier das notwendige Know-how aneignet und das Controlling gründlich durchführt.

Fehler Nr. 8: Lückenhaftes Zeitmanagement

Den Zeitrahmen, der für die notwendigen Entscheidungen, die anstehenden Arbeiten und die anfallenden Aufgaben benötigt wird, richtig abzustecken, fällt sehr vielen Existenzgründern schwer. Die Folge ist oft, dass die Zeitplanung durcheinandergerät, die eine oder andere Erledigung vergessen wird oder Termine verschoben werden müssen.

Solche Fehler sind nicht nur ärgerlich und sorgen für Stress, sondern können letztlich auch teuer werden. Ein probates Hilfsmittel an dieser Stelle ist eine Checkliste. Darin kann der Gründer alle Aufgaben erfassen, zeitlich planen und anschließend Punkt für Punkt abarbeiten.

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