Videos als Marketingmittel – Infos und 5 Tipps

Videos als Marketingmittel – Infos und 5 Tipps

Kunden greifen gerne auf Videos zurück, um sich über ein Unternehmen und sein Angebot zu informieren. Doch damit Videos als Marketinginstrument funktionieren, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Ist auf der Internetseite des Unternehmens ein Video eingebettet, stehen die Chancen gut, dass es angeklickt und angeschaut wird. Denn bewegte Bilder können Sachverhalte oft anschaulicher erklären als Produktfotos und Texte.

Außerdem erlauben Videos eine höhere Informationsdichte, ohne den Zuschauer mit den Infos zu überfordern. Dass ein Video angeklickt wird, bedeutet aber nicht, dass es auch zu Ende angeschaut wird oder gar einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Und nicht jedes Videoformat ist geeignet, um den jeweiligen Inhalt zu vermitteln.

 

Videos als Marketingmittel – die verschiedenen Varianten

Es gibt verschiedene Arten von Videos, die sich als Marketingmittel eignen. Die wichtigsten Typen dabei sind folgende:

  • Unternehmensvideo: Ein Unternehmensvideo stellt das Unternehmen vor. Es zeigt, wer das Unternehmen ist, wo es sitzt und wie es arbeitet. Zusätzlich zur reinen Unternehmensvorstellung kann das Video auch die Unternehmensphilosophie vermitteln, Einblicke in die Unternehmenskultur gewähren, die Kernprodukte präsentieren oder einzelne Mitarbeiter zu Wort kommen lassen.

 

  • Produktvideo: Ein Produktvideo stellt ein bestimmtes Produkt in den Vordergrund. Mit dem Charakter eines klassischen Werbespots stellt das Video das Produkt vor und zeigt auf, was das Produkt kann, was das Produkt ausmacht und wo seine besonderen Stärken liegen.

 

  • Erklärvideo: Ein Erklärvideo erläutert einen Sachverhalt. Vor allem komplexe Vorgänge oder Inhalte, die sich mit Worten nur bedingt erklären lassen, werden durch ein Video anschaulich und greifbar.

 

  • Supportvideo: Ein Supportvideo bietet konkrete Hilfestellung oder liefert neue Ideen. Dabei kann ein Supportvideo eine Art Bedienungsanleitung sein und aufzeigen, wie ein Produkt zusammengebaut, in Betrieb genommen oder genutzt wird. Eine andere Möglichkeit ist ein Supportvideo, das im Stil eines Tutorials oder eines Ratgebers Anregungen für Dinge präsentiert, die der Kunde mit dem Produkt herstellen kann.

 

  • Interview: Ein Interview mit einem fiktiven Ansprechpartner, einem Mitarbeiter oder einem Experten kann zum Einsatz kommen, um ein Produkt zu erklären, relevantes Hintergrundwissen zu vermitteln oder auch um häufige Fragen von Kunden zu beantworten.

 

  • Reportage: Eine Reportage gewährt Blicke hinter die Kulissen. Das Unternehmen kann durch eine Reportage beispielsweise aufzeigen, wie die Produktion der Produkte abläuft. Vor allem wenn das Unternehmen im Ausland produziert, kann eine Reportage für Transparenz sorgen und dadurch Vertrauen schaffen. Auch Engagement im sozialen Bereich oder in Sachen Umweltschutz kann im Rahmen einer Reportage vermittelt werden.

 

  • Virales Video: Ein virales Video will in erster Linie Aufmerksamkeit erregen. Es kann witzig sein, unterhalten, eine Geschichte erzählen, aber auch schockieren oder provozieren. Im Kern geht es darum, dass möglichst viele Menschen das Video teilen sollen, um so die Reichweite auf Basis von Mundpropaganda zu steigern.

Natürlich kann ein Video auch mehrere Funktionen vereinen. So kann beispielsweise ein Produktvideo gleichzeitig auch Elemente eines Erklärvideos enthalten oder mit einem Supportvideo kombiniert sein.

Videos als Marketingmittel – die unterschiedlichen Wirkungen

Die verschiedenen Videotypen unterscheiden sich nicht nur inhaltlich und gestalterisch, sondern auch mit Blick auf die Wirkung, die sie erzielen. So ist beispielsweise ein virales Video gut geeignet, um die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern.

Geht es jedoch darum, das Interesse für ein Produkt zu wecken, ist ein Produktvideo die bessere Wahl. Bei der Auswahl eines Videos zu Marketingzwecken sollte also berücksichtigt werden, welche Ziele im Vordergrund stehen.

Welcher Videotyp besonders gut zu welchen Marketingeffekten und -zielen passt, zeigt die folgende Übersicht:

[Videos als Marketingmittel]

Videos als Marketingmittel – 5 Tipps

Videos können ein effektives Marketinginstrument sein. Damit sich die Bemühungen auszahlen, sollten aber ein paar grundlegende Dinge beherzigt werden:

 

Tipp 1: Die Videos in den Marketing-Mix einbinden.

Videos als Marketinginstrumente müssen nicht unbedingt neue Themen behandeln. Oft ist es sogar besser, bereits vorhandene Themen durch ansprechende und interessante Videos zu ergänzen. Die Kunden sehen die Inhalte auf diese Weise aus einer anderen Perspektive und erhalten zusätzliche Informationen.

Das Video wiederum kann dann in die übrigen Werbemaßnahmen eingebunden werden, beispielsweise indem es auf unterschiedlichen Internetplattformen veröffentlicht, zum Download bereitgestellt oder in Mailings verlinkt wird.

 

Tipp 2: Videos mit Mehrwert bieten.

Reine Werbevideos sind zwar für einige Kunden ganz interessant. Eine bessere Wirkung erzielen aber meist Videos, die den Kunden nützliche und hilfreiche Inhalte bieten. Anleitungen beispielsweise liefern Antworten auf Fragen, Lösungen für typische Probleme, Erklärungen zur optimalen Nutzung oder Ideen für kreative Anwendungen. Dennoch bieten solche Videos dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Produkte zu bewerben und dezent auch auf weitere, ergänzende Produkte hinzuweisen.

 

Tipp 3: Die Videos eher schlicht halten.

Videos sollten zum einen die Neugierde wecken und zum anderen unterhalten. Reine Daten und Fakten zu einem Produkt kann der Kunde auch aus der Produktbeschreibung oder dem Datenblatt entnehmen.

Ein Video soll das Produkt greifbarer machen und die Informationen veranschaulichen. Deshalb sollte ein Video einerseits interessant, ansprechend und unterhaltsam sein. Andererseits braucht es aussagekräftige Bilder und einfache, verständliche Texte. Kein Kunde wird sich ein Video mehrfach anschauen, damit er versteht, worum es eigentlich geht.

 

Tipp 4: Keine langen Filme drehen.

In einem schnelllebigen Medium wie dem Internet ist die Aufmerksamkeitsspanne recht kurz. Die wenigsten Kunden werden die Bereitschaft aufbringen, sich einen langen Werbefilm anzuschauen. Als grobe Faustregel gilt deshalb, dass ein Video maximal fünf Minuten dauern sollte. Ist es nicht möglich, die Inhalte in dieser Zeit unterzubringen, ist es besser, das Thema in einzelne Kapitel aufzuteilen und eine Videoserie zu gestalten.

 

Tipp 5: Die Videos zielgruppengerecht platzieren.

Wie bei jeder Marketingmaßnahme gilt auch für Videos, dass sie auf die Zielgruppe abgestimmt sein sollten. Dies gilt nicht nur für die inhaltliche Gestaltung, sondern auch für die Platzierung. Neben der eigenen Webseite bietet es sich beispielsweise an, die Videos auf Videoplattformen zu veröffentlichen, in den sozialen Medien zu posten oder bei Videowettbewerben einzureichen.

Zudem sollte das Unternehmen die Aufrufe, die Abspieldauern, die Verbreitung und die Resonanz auf den verschiedenen Kanälen natürlich analysieren, um den Erfolg messen und entsprechend über weitere Maßnahmen entscheiden zu können.

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