Warum sich Printwerbung lohnt

Warum sich Printwerbung lohnt

Schon seit vielen Jahren wird den Printmedien das nahende Ende vorausgesagt. Gedruckte Bücher, Zeitungen, Kataloge und ähnliche Medien werden gerne als altmodisch und im Zeitalter der digitalen Medien als nicht mehr zeitgemäß abgestempelt. Doch ungefähr genauso lange, wie es die Unkenrufe gibt, gibt es auch eine etwa gleichgroße Gegenbewegung, die den Printmedien eine lange und erfolgreiche Zukunft vorhersagt.

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Warum sich Printwerbung lohnt

In jüngerer Vergangenheit melden sich sogar immer öfter Stimmen zu Wort, die Printwerbung für die Werbeform der Zukunft halten.Doch was ist denn nun richtig? Macht es Sinn, auf Printwerbung zu setzen? Was spricht dafür? Und wen erreicht diese Form der Werbung?

Wir geben Antworten!:

Warum sich Printwerbung lohnt

Statistiken zufolge liest gut ein Viertel der Deutschen täglich Printmedien. Fernsehen schauen über 70 Prozent und das Internet kommt auf eine Nutzung von knapp 90 Prozent. Um die Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch zu lesen, investiert der Leser im Schnitt 20 Minuten. Dem steht ein Fernseh- und Internetkonsum gegenüber, der mit rund 200 Minuten zehnmal so lang ist.

Angesicht dieser Zahlen scheint Printwerbung nicht besonders sinnvoll. Doch die Zahlen alleine zeichnen ein verzerrtes Bild.

Tatsächlich gibt es fünf Gründe, die Printwerbung sehr wirksam machen:

  1. Gezielte Ansprache

Neben Tageszeitungen und Wochenblättern ist der deutsche Zeitschriftenmarkt überaus facettenreich. Es gibt kaum ein Hobby, Interessensgebiet oder Fachthema, zu dem nicht auch das eine oder andere Magazin erhältlich ist.

Mit Blick auf die Printwerbung eröffnet sich für ein Unternehmen dadurch die Möglichkeit, seine Zielgruppen besser zu erreichen. Das gilt sowohl regional als auch thematisch.

Während Werbung im Internet schnell in der breiten Masse untergehen kann, kann das Unternehmen durch Anzeigen in  entsprechenden Zeitungen und Zeitschriften gezielt die Kundengruppen ansprechen, an die sich das Angebot richtet.

  1. Große Reichweite

Eine Zeitung oder Zeitschrift wird nur selten von einer einzigen Person gelesen. Das beste Beispiel dafür sind die altbewährten Lesezirkel, die Arztpraxen und Unternehmen mit Zeitschriften versorgen. Die Hefte, die in den Wartebereichen ausliegen, werden von verschiedensten Lesern in die Hand genommen und durchgeblättert.

Doch auch in einem privaten Haushalt geht eine Zeitung oder Zeitschrift üblicherweise durch mehrere Hände. Schließlich kauft eine Familie eine Ausgabe nicht mehrfach, sondern liest die Zeitung oder das Heft nacheinander. Und mitunter wird das Exemplar später noch an den Nachbarn weitergereicht.

Allein die Auflage liefert deshalb nur bedingt verlässliche Informationen dazu, wie viele Leser die Werbung erreicht. Tatsächlich ist die Reichweite oft deutlich höher.

  1. Hohes Vertrauen

Printmedien genießen grundsätzlich eine hohe Glaubwürdigkeit. Umfragen zufolge vertrauen rund zwei Drittel der Deutschen darauf, dass die Informationen in gedruckten Zeitungen und Zeitschriften stimmen.

Die Leser verlassen sich darauf, dass die Daten vernünftig recherchiert, die Quellen überprüft und die Beiträge vor dem Druck noch einmal kontrolliert wurden. Im Vergleich dazu halten nicht einmal zehn Prozent der Nutzer von sozialen Medien die dort veröffentlichten Meldungen für glaubwürdig.

Möchte sich das Unternehmen also in einem seriösen Umfeld präsentieren, dem die Leser mit Vertrauen begegnen, ist es in den Printmedien gut aufgehoben.

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  1. Echtes Interesse

Eine Zeitung oder Zeitschrift kauft der Leser ganz bewusst. Entweder er hat sie abonniert oder er geht in ein Geschäft, um sich die aktuelle Ausgabe zu besorgen. Folglich hat er Interesse an den Inhalten. Andernfalls hätte er kein Geld ausgegeben.

Wenn der Leser schon für die Zeitung oder Zeitschrift bezahlt, dann liest er sie auch. Und in den meisten Fällen wird eine Ausgabe von vorne bis hin durchgeblättert. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Blick auch auf die Werbung des Unternehmens fällt.

  1. Viel Aufmerksamkeit

Fernsehwerbung nutzt so mancher Zuschauer, um kurz umzuschalten, sich etwas zu trinken zu holen oder auf die Toilette zu gehen. Im Internet reicht ein Klick, um auf die nächste Seite zu gelangen. Außerdem dienen Fernseher und Computer oft als Zeitvertreib nebenbei.

Mit Printmedien ist der Umgang anders. Ein Leser nimmt sich bewusst Zeit, um seine Zeitung oder Zeitschrift zu lesen. Er konzentriert seine Aufmerksamkeit auf die Beiträge und ist gleichzeitig offen für die Inhalte.

Diese aufmerksame und offene Grundhaltung macht es dem Unternehmen leichter, den Leser mit Werbung zu erreichen.

Welche Formen von Printwerbung es gibt

Wir sprechen die ganze Zeit über Printwerbung. Doch was gehört überhaupt dazu? Zunächst einmal gibt es die klassische Version in Form einer Werbeanzeige. Eine andere Variante ist der Materndienst, der neudeutsch auch als Print Advertorial bezeichnet wird.

Hierbei erstellt das Unternehmen einen redaktionell aufbereiteten Artikel, der werbliche Aussagen enthält. Die Veröffentlichung im jeweiligen Medium ist für das Unternehmen kostenpflichtig. Deshalb gibt es auch den Ausdruck Paid Media.

Daneben gibt es Earned Media. Die Grundlage hierfür ist eine Pressemitteilung. Deren Inhalte müssen so informativ, unterhaltsam oder relevant für die Leser sein, dass die Redaktion freiwillig und unentgeltlich einen Artikel veröffentlicht. Für das Unternehmen ist diese Form der Printwerbung somit gratis. Allerdings hat es keinen Einfluss darauf, wann und ob es überhaupt zu einer Veröffentlichung kommt.

Redaktionell aufbereitete Werbung ist vor allem dann ein wirksames Instrument, wenn das Unternehmen ein neues Produkt vorstellen oder ein komplexeres Thema vermitteln möchte.

Denn ein ausformulierter Textbeitrag ermöglicht, ausführlicher zu informieren und genauer zu erklären. Bietet das Unternehmen den Lesern gleichzeitig einen Mehrwert, wird die Werbung oft nicht mehr als (mitunter nervige) Werbung empfunden.

Im weiteren Sinne fasst Printwerbung alle Werbeträger eines Unternehmens zusammen, die gedruckt sind. Dazu gehören dann zum Beispiel Werbeplakate, Kataloge und Prospekte, Broschüren, Flyer und auch Visitenkarten.

Die Bandbreite an Möglichkeiten, wie ein Unternehmen Printwerbung in seine Marketingmaßnahmen einbinden kann, ist also groß.

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Verlagsinhaber Christian Gülcan (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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