Was ist eine Digital Roadmap?

Was ist eine Digital Roadmap?

Die Digitalisierung ist als großes Thema in aller Munde. Doch für Unternehmen ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Eine Digital Roadmap hilft dabei, digitale Maßnahmen festzulegen und umzusetzen, um die Geschäftsziele zu erreichen. In diesem Beitrag erklären wir, was genau sich hinter einer digitalen Roadmap verbirgt und wie sie erstellt werden kann.

Was ist eine Digital Roadmap

Was ist eine Digital Roadmap?

Um die Unternehmensziele durch digitale Aktivitäten zu erreichen, braucht es einen umfassenden und gleichzeitig flexiblen Plan. Bei einer digitalen Roadmap handelt es sich um ein Dokument, das die Ziele des Unternehmens grob umschreibt und einige digitale Maßnahmen aufzeigt, die dazu beitragen sollen, diese Zielsetzung zu erreichen.

Dabei entsteht durch die Roadmap ein Handlungsrahmen, der die digitalen Aktivitäten mit den kurz-, mittel- und längerfristigen Geschäftzielen unter einen Hut bringt.

Beim Entwickeln der digitalen Roadmap geht es im Wesentlichen darum, eine realistische Marschroute mit geeigneten Maßnahmen auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig soll die Roadmap sicherstellen, dass die digitalen Aktivitäten mit einem ROI (Return on Investment) einhergehen.

Das Dokument selbst sollte klar und kompakt gehalten sein. Kurze Ausführungen genügen, um einen Überblick zu vermitteln. Ergänzende Informationen und genauere Details sollten in zusätzlichen Unterlagen erfasst sein, die der jeweilige Unternehmensteil bei Bedarf heranziehen kann.

Zukunftsorientierte Unternehmen haben längst erkannt, dass sie in einer Zeit des stetigen Wandels agieren. Doch in einem Umfeld, das sich ständig verändert, helfen starre Pläne nur bedingt weiter.

Eine digitale Roadmap ist hier optimal, denn sie lotst ähnlich wie ein Navigationssystem durch die digitale Strategie. Das Unternehmen weiß dadurch, wo es aktuell steht und wohin die Reise geht.

Gleichzeitig ist die Richtung zwar festgelegt, aber die Route selbst kann sich ändern. So wie ein Navigationssystem den Weg anpasst, wenn zum Beispiel ein Stau auftaucht oder der Fahrer falsch abgebogen ist, entwickelt sich auch eine digitale Roadmap bei neuen Erkenntnissen wie etwa veränderten Kundenanforderungen stetig weiter.

Was ist beim Erstellen einer Digital Roadmap wichtig?

Ein Unternehmen braucht ein realistisches Konzept für seine digitale Strategie. Andernfalls besteht die Gefahr von Investitionen, die am Ende nichts bringen. Eine digitale Roadmap gibt die Richtung vor und schafft dadurch Orientierung.

Gleichzeitig kann das Unternehmen messen, ob und wie sich die Investitionen mit Blick auf die Unternehmensziele auswirken.

Doch damit der Plan funktioniert, sind für eine erfolgreiche Roadmap vor allem drei Punkte wichtig:

  1. Kein starrer Plan

Die digitale Roadmap sollte ein Dokument sein, das einen festen Bezugspunkt bildet und sich gleichzeitig zusammen mit dem Unternehmen weiterentwickelt. Auf diese Weise kann das Unternehmen seine digitale Strategie Schritt für Schritt umsetzen und jederzeit auf die Geschäftsziele abstimmen, selbst wenn sich diese im Laufe der Zeit ändern.

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Das bedeutet aber auch, dass die Digital Roadmap regelmäßig überprüft und aktualisiert werden muss. Faktoren wie zum Beispiel Analysen der durchgeführten Maßnahmen, veränderte Kundenanforderungen oder andere Rahmenbedingungen auf dem Markt sind dabei Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

  1. Alle Unternehmensteile einbinden

Es sollte zwar einen Verantwortlichen geben, der sich um die Digital Roadmap kümmert. Trotzdem sollten alle Bereiche des Unternehmens nicht nur auf den Fahrplan zurückgreifen können, sondern auch direkt daran beteiligt sein.

Abteilungsübergreifende Worksshops sind zum Beispiel eine Möglichkeit, um die Roadmap gemeinsam auf Stand zu bringen und zu halten.

Sinnvoll ist eine Zusammenarbeit deshalb, weil auf diese Weise eine digitale Infrastruktur entsteht, die auf die gemeinsamen, übergeordneten Unternehmensziele ausgerichtet ist. Andernfalls gibt es eine Reihe von digitalen Maßnahmen, die jeweils für sich alleine stehen, statt sich zu einem integrierten Konzept zu verbinden.

  1. Klare Ziele definieren

Eine erfolgreiche Roadmap braucht klar definierte strategische Ziele als Basis. Außerdem sollte sie Meilensteine und objektiv messbare Kontrollpunkte enthalten. Nur so wird es möglich, die erreichten Fortschritte nachzuvollziehen und mit der Zielsetzung abzugleichen.

Bei der Analyse sollte das Unternehmen das große Ganze sehen, angefangen beim Geschäftsmodell über die etablierten Abläufe bis hin zur vorhandenen Ausstattung. Anschließend kann das Unternehmen entscheiden, wo Lücken sind, die zuerst geschlossen werden müssen.

Die digitalen Maßnahmen als solches sollte das Unternehmen auf Faktoren wie Umfang, Kosten und Risiken prüfen. Dadurch kann es einfacher beurteilen, ob und inwieweit die geplante Investition dazu beitragen wird, die anvisierten Ziele zu erreichen.

Eine Digital Roadmap ist noch kein digitaler Wandel

Eine Garantie, um die Digitalisierung des Unternehmens erfolgreich voranzubringen, bietet eine Digital Roadmap nicht. Denn um Veränderungen umzusetzen und digitale Innovationen zu etablieren, müssen auch die Abläufe im Unternehmen umgestellt werden.

Es braucht die technische Ausstattung, geschulte Mitarbeiter und eine digitale Kultur im Unternehmen. Das ist nicht von heute auf morgen und mit ein paar einzelnen Maßnahmen zu erreichen.

Trotzdem stellt die digitale Roadmap eine Art Anleitung bereit. Sie zeigt die Rahmenbedingungen auf, gibt die Richtung vor und macht die Ergebnisse von digitalen Maßnahmen messbar. Dadurch schafft sie ein Fundament, auf dem das Unternehmen für seinen digitalen Wandel aufbauen kann.

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Verlagsinhaber Christian Gülcan (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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