Wie wichtig sind Statussymbole im Job?

Wie wichtig sind Statussymbole im Job?

Früher sagte die Kleidung, die jemand trug, sehr viel über seinen Status aus. Sowohl seine berufliche Stellung als auch sein gesellschaftlicher Stand spiegelten sich in der äußeren Erscheinung wider. Denn selbst wenn ein einfacher Arbeiter zu einem feierlichen Anlass seinen besten Sonntagsanzug aus dem Schrank holte, wurde der Unterschied zum höheren Beamten, der im maßgeschneiderten Zwirn, darauf abgestimmten Schuhen und einer goldenen Taschenuhr im chicen Auto vorfuhr, sichtbar.

Wie wichtig sind Statussymbole im Job

Diese Zeiten sind lange vorbei und die Arbeitswelt hat sich stark verändert. Doch was ist aus den Statussymbolen geworden? Wie wichtig sind sie im Job? Wie groß ist die Rolle, die das äußere Erscheinungsbild spielt?

Die Forschung bestätigt die Bedeutung von Statussymbolen

Der Konsum von Luxusgütern ist Gegenstand jahrzehntelanger Forschungen. Dabei haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass es durchaus positive Effekte haben kann, wenn jemand hochwertige Kleidung und Accessoires von namhaften Marken trägt, ein teures Auto fährt oder andere Statussymbole vorweisen kann.

Eine Studie in den Niederlanden hat zum Beispiel ergeben, dass Menschen eher bereit waren, an einer Umfrage teilzunehmen, wenn die Interviewer edle Luxushemden trugen.

Diese Kleidung veranlasste die Befragten auch dazu, den Interviewern mehr fachliche Kompetenzen zu unterstellen. Außerdem zeigten die Befragten eine höhere Spendenbereitschaft, wenn ihnen edel gekleidete Gesprächspartner gegenüberstanden.

Andere Studien haben belegt, dass Statussymbole direkte Auswirkungen auf den sozialen Erfolg haben können. Hintergrund hierzu ist, dass Menschen anhand des Erscheinungsbildes beurteilen, wie attraktiv, geschmackvoll und intelligent andere, ihnen unbekannte Personen sind. Statussymbole begünstigen dann die Schlussfolgerung, dass jemand erfolgreich ist.

Wäre dem nicht so, könnte er sich die Luxusgüter schließlich gar nicht leisten.

Statussymbole im Job können weiterhelfen

Natürlich ist die Optik nicht alles. Und bloß weil jemand keinen Wert auf Statussymbole legt, heißt das nicht, dass er keinen Geschmack hat oder nicht erfolgreich ist.

Andersherum kann jemand, der mit seinen Luxusgütern nur so protzt, schnell unsympathisch wirken oder als Blender rüberkommen, der hinter der schönen Fassade nicht viel zu bieten hat. Genauso können Statussymbole bei anderen natürlich auch Neid hervorrufen.

Trotzdem überwiegen im Job die Vorteile. Das gilt jedenfalls dann, wenn Statussymbole mit Bedacht ausgewählt sind und ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Ein dicker Klunker mit einem riesigen Diamant etwa dürfte im Büro schlichtweg unangemessen sein. Ein eleganter und dezenter Ring hingegen kann das hübsche Kostüm gekonnt ergänzen und gleichzeitig ein Beleg für guten Geschmack sein.

Tatsächlich gibt es mehrere Aspekte, die für Statussymbole im Job sprechen:

  1. Guter Stil

In vielen geschäftlichen Situationen ist ein eleganter Stil von Vorteil. Vor allem Führungskräfte und Mitarbeiter, die ein Unternehmen repräsentieren, werden oft an ihrem Aussehen gemessen.

Es mag zwar oberflächlich erscheinen, aber mal ehrlich: Erscheint ein Geschäftspartner im eleganten Business-Outfit zu einem Termin, wirkt er einfach seriöser, kompetenter und vertrauenswürdiger als jemand, der in Schlabberjeans und ausgeleiertem T-Shirt um die Ecke kommt.

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Eine hochwertige Uhr, eine elegante Aktentasche aus Leder, ein Kugelschreiber einer namhaften Marke, ein edles Seidentuch und ähnliche Luxusgüter sind dann Accessoires, die das Gesamtbild perfekt abrunden.

  1. Ein Auge für Qualität

Eine gute Qualität hat ihren Preis. Aus diesem Grund sind Menschen bereit, für hochwertige Produkte mehr Geld auszugeben. Wer in teure Statussymbole investiert, bringt damit zum Ausdruck, dass er ein Auge für Qualität hat und gute Arbeit zu schätzen weiß.

Diese beiden Eigenschaften sind auch im Beruf sehr wichtig. Denn auch im Job sollte jeder in der Lage sein, qualitativ hochwertige Arbeit von schlechten Ergebnissen zu unterscheiden und gute Leistungen wertschätzend anzuerkennen.

  1. Dazugehören

In einigen Branchen ist ein gewisses Erscheinungsbild einfach Pflicht. Wer zum Beispiel in einer Bank oder bei einer Versicherung arbeitet, wird im Berufsalltag kaum um Anzug und Krawatte herumkommen. Insofern können Statussymbole auch ein Sinnbild für die Zugehörigkeit zum Team sein.

  1. Aus der Masse hervorheben

Im Job muss eigentlich das Ziel sein, sich durch gute Leistungen hervorzutun. Aber die soziale Komponente darf eben auch nicht unterschätzt werden. Ein kurzer Plausch mit dem Chef nach einem Meeting oder ein bisschen Smalltalk mit einem Geschäftspartner, der einem im Supermarkt zufällig über den Weg läuft, können nachhaltig wirken.

Ein sichtbares, aber trotzdem zurückhaltendes Statussymbol kann in solchen Situationen zum Türöffner werden. Denn ein Austausch über das Produkt kann das Gespräch einleiten und gleichzeitig auf eine persönliche Ebene bringen. Damit steigt dann auch die Chance, beim Gesprächspartner im Gedächtnis zu bleiben.

Statussymbole erfordern Fingerspitzengefühl

Bloß weil jemand einen teuren Anzug trägt, sich eine Luxusuhr leisten kann und eine Nobelkarosse fährt, ist ihm der Respekt seiner Kollegen und Vorgesetzen nicht sicher. Das war vielleicht früher einmal so. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Trotzdem sind Statussymbole auch heute noch ein Zeichen für Erfolg und Qualitätsbewusstsein. Vorausgesetzt, sie werden richtig eingesetzt. Am Ende geht es darum, seinen Stil zu präsentieren und die individuelle Note zu unterstreichen.

Allein mit Geld um sich zu werfen, um sich die teuersten Dinge zu kaufen, zeugt weder von Intelligenz noch von gutem Geschmack. Statussymbole sollen kein Instrument sein, um anzugeben und nach außen zu zeigen, wie weit es jemand gebracht hat. Das Ziel ist vielmehr, beim Gegenüber das Bild entstehen zu lassen, das dem eigenen Status gerecht wird.

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Verlagsinhaber Christian Gülcan (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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