5 Tipps für gelungene Snippets

5 Tipps für gelungene Snippets

Suchmaschinen zeigen ihre Ergebnisse in Form von sogenannten Snippets an. Snippets bestehen aus dem Titel, der URL und einer Beschreibung der jeweiligen Webseite. Und bereits die Snippets können und sollten Unternehmen als Werbefläche nutzen.

Wenn ein Nutzer Informationen im Internet sucht, greift er meistens auf eine Suchmaschine zurück. Dort gibt er bestimmte Begriffe oder Formulierungen als Suchbegriffe ein. Die Suchmaschine durchforstet daraufhin das Internet und listet alle Internetseiten, die zu den Suchbegriffen passen, auf.

Dabei werden die Suchergebnisse als Snippets dargestellt. Snippets ist das englische Wort für Schnipsel. Ein Snippet setzt sich aus drei Elementen zusammen, nämlich aus

  1. dem Titel, dargestellt in größerer und fett gedruckter blauer Schrift,
  2. der URL der Webseite in Grün und
  3. einer zweizeiligen Kurzbeschreibung.

Beispiel:

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Die Formulierungen vom Titel und der Beschreibung, die hinterlegt sind, werden bei der Anzeige der Suchergebnisse von den Suchmaschinen zwar nicht automatisch und zwangsläufig verwendet. Aber ein griffiger Titel und eine aussagekräftige Beschreibung lassen eine Internetseite professionell erscheinen.

Und wenn der Nutzer auf Anhieb erkennen kann, ob er auf der Seite wirklich die gesuchten Infos findet, wird er eher bereit sie anzuklicken als eine Internetseite, bei der er nicht genau weiß, worum es überhaupt geht. Damit können Snippets zu wertvollen Werbeflächen werden. Doch damit ein Unternehmen das Potenzial, das die Snippets bieten, ausschöpfen kann, sollte es ein paar Dinge beachten. Hier sind fünf Tipps für gelungene Snippets.

Tipp 1: Konkrete Angaben bereitstellen.

Der Titel und die Beschreibung sollten einerseits aussagekräftig und ansprechend auf den Punkt bringen, was den Nutzer auf der dazugehörigen Internetseite erwartet. Andererseits sollten sie keine Versprechen machen oder Erwartungen wecken, die die Webseite nicht erfüllt.

Ist das Snippet beispielsweise um den Schlüsselbegriff “Marketingtipps” herum aufgebaut, sollte die dazugehörige Internetseite tatsächlich Infos und Tipps rund ums Marketing beschreiben und nicht etwa Werbung für Kaffeemaschinen zum Inhalt haben.

Der Titel sollte das Schlüsselwort enthalten, das die wichtigste Rolle auf der dazugehörigen Internetseite spielt. Dabei sollte das Schlüsselwort möglichst am Anfang des Titels stehen. Das erste Wort des Titels muss es aber nicht unbedingt sein. Entscheidend ist, dass er Nutzer eine klare Antwort auf seine Suchanfrage bekommt. Zudem sollte der Titel in einem ähnlichen Stil gehalten sein wie die Überschrift des Textes und die Inhalte der Webseite. Schwammige Begriffe oder eine bloße Aneinanderreihung von Schlüsselwörtern machen keinen guten Eindruck.

Die Kurzbeschreibung hat keinen direkten Einfluss auf das Ranking. Viele Webmaster schenken ihr deshalb keine allzu große Beachtung. Doch die Suchmaschinen gleichen den Suchbegriff des Nutzers und die hinterlegte Kurzbeschreibung miteinander ab und entscheiden auf dieser Basis, ob sie die hinterlegte Formulierung anzeigen oder eine eigene Beschreibung aus den Textinhalten auf der Webseite erstellen.

Unterschätzt werden sollte die Bedeutung der Kurzbeschreibung deshalb auf keinen Fall. Zumal das Snippet das erste ist, was ein Nutzer von einer Internetseite sieht. Und im Idealfall weckt das Snippet das Interesse des Nutzers und animiert ihn dazu, die Internetseite anzuklicken. Für die Formulierung der Kurzbeschreibung gilt, dass das Schlüsselwort am Anfang und, sofern möglich, ein weiteres Mal irgendwo in der Mitte eingebettet sein sollte.

Die Suchmaschinen heben die Suchbegriffe, die der Nutzer eingegeben hat, nämlich in der Kurzbeschreibung optisch hervor. Selbst wenn der Nutzer die Ergebnisliste nur überfliegt, fallen ihm die Übereinstimmungen dadurch ins Auge.

 

Tipp 2: Für jede Seite ein eigenes Snippet formulieren.

Jede Unterseite des Webauftritts sollte ihr eigenes Snippet bekommen, das sich gezielt auf die Inhalte der jeweiligen Seite bezieht. Ein Internetauftritt widmet sich zwar meist einem thematischen Schwerpunkt und auch die einzelnen Produkte oder Leistungen eines Unternehmens sind oft miteinander vergleichbar.

Trotzdem sollte der Nutzer klar erkennen können, welche Unterseite für ihn relevant ist. Um eine eindeutige inhaltliche Unterscheidung sicherzustellen, reicht es mitunter schon aus, nur ein einziges Wort zu verändern. Letztlich kommt es allein darauf an, Doppelungen zu vermeiden.

Um beim obigen Beispiel mit den Marketingtipps zu bleiben: Angenommen, innerhalb des Webauftritts gibt es eine Unterseite, die Marketingtipps für Firmen bereithält, und eine andere Unterseite mit Marketingtipps für freischaffende Künstler.

Hätten diese beiden Unterseiten exakt denselben Titel und dieselbe Beschreibung, würde das wenig Sinn machen. Denn die Inhalte richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Die URLs in den Snippets sind zwar verschieden, doch das wird dem Nutzer beim Blick auf die Ergebnisliste vermutlich nicht auffallen. Trotz ähnlicher Inhalte sollten die Snippets deshalb nicht so

 

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in der Ergebnisliste erscheinen.

 

Tipp 3: Auf die Textlänge achten.

Die Suchmaschinen begrenzen nicht die Anzahl der Zeichen, sondern die Pixelbreite. Überschreitet das Snippet die Vorgaben, wird der Text abschnitten und durch drei Punkte ersetzt. Dadurch gehen aber möglicherweise Informationen verloren, die für den Nutzer wichtig wären und ihn zum Anklicken der Seite veranlasst hätten. Deshalb sollte das Unternehmen darauf achten, die Vorgaben der jeweiligen Suchmaschine einzuhalten.

Andererseits kann das Unternehmen die drei Punkte gezielt nutzen, wenn die Kurzbeschreibung beispielsweise eine Aufzählung enthält. Die drei Punkte wären dann der Hinweis darauf, dass die Aufzählung noch nicht beendet ist. Allerdings ist fraglich, ob dieser Hinweis für den Nutzer tatsächlich erkennbar wird. Zudem kann es durchaus sein, dass eine Suchmaschine den Text an einer ungünstigen Stelle abschneidet und die Idee dadurch zunichtemacht.

 

Tipp 4: Symbole in die Beschreibung einfügen.

Die Kurzbeschreibung geht über zwei Zeilen und bietet Platz für ungefähr 200 Zeichen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der größer und fett gedruckten Titelzeile. Die Kurzbeschreibung ist kleiner abgebildet. Ein Fließtext ohne Punkt und Komma ist deshalb nicht sehr angenehm für die Augen.

Zudem kann das Unternehmen optische Anreize schaffen, wenn es die Kurzbeschreibung durch Symbole auflockert. Häkchen, Sterne, Smileys oder das Telefonsymbol beispielsweise wirken freundlich und verleihen der Kurzbeschreibung eine übersichtliche Struktur. Mehr als vier Symbole sollten es aber auch nicht sein, denn sonst scheint die Beschreibung überladen.

Um Symbole und Sonderzeichen einzufügen, werden sie als HTML-Entitäten nach dem Schema &#Zahl; kodiert. So lautet der Code für ein Häkchen beispielsweise ✓ Listen mit verschiedenen Codes sind im Internet zu finden, unter anderem hier.  

Tipp 5: Die Snippets überprüfen.

Ein Snippet, das nicht nur über die Inhalte einer Webseite informiert, sondern auch sein Potenzial als Werbefläche und Marketinginstrument ausschöpft, hilft dem Nutzer bei seiner Suche weiter. Und das Snippet bringt die Inhalte trotz der knappen Formulierung so überzeugend und ansprechend auf den Punkt, dass der Nutzer die Seite aufruft.

Nun reicht es aber nicht aus, wenn sich ein Unternehmen nur viel Mühe bei der Formulierung der Snippets gibt. Genauso wichtig, zu prüfen, wie die Snippets in den Ergebnislisten der Suchmaschinen tatsächlich aussehen. Im Internet finden sich verschiedene kostenfreie Tools, mit denen sich die Titel und Kurzbeschreibungen testen lassen. Viele Content-Management-Systeme verfügen ebenfalls über eine Funktion, die eine Vorschau der Snippets anzeigt.

Noch einfacher geht die Überprüfung aber, wenn in das Suchfeld der jeweiligen Suchmaschine der Befehl site: und dahinter die Domain der Internetseite eingegeben wird, also beispielsweise site:www.domainname.de.

Als Ergebnis zeigt die Suchmaschine dann alle Internetseiten mit den dazugehörigen Snippets an, die die Suchmasche aus dem Internetauftritt generiert. Auf diese Weise kann sich das Unternehmen schnell und unkompliziert einen Überblick verschaffen.

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Veröffentlicht von

Christian Gülcan - Artdefects Media

Verlagsinhaber (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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