9 Tipps für erfolgreiche Werbebroschüren

9 Tipps für erfolgreiche Werbebroschüren

Werbebroschüren können ein sehr effektives Marketinginstrument sein – wenn sie das Angebot des Unternehmens nicht nur informativ beschreiben, sondern auch dessen Nutzen für den Kunden vermitteln. Hier sind 9 Tipps für erfolgreiche Werbebroschüren!

Werbe- oder Unternehmensbroschüren stellen das Angebot eines Unternehmens in kompakter Form dar. Gleichzeitig geben sie dem Unternehmen ein Gesicht, machen es im übertragenen Sinne für den Kunden greifbar. Und verglichen mit einem Werbebrief, einer Werbeanzeige oder der Unternehmenshomepage hat die Werbebroschüre einen großen Pluspunkt:

Der Kunde ist bereit, die Broschüre in die Hand zu nehmen, darin zu blättern und sich näher mit ihren Inhalten zu beschäftigen. Sei es, weil der Kunde die Broschüre selbst bestellt hat, oder weil er sie beispielsweise bei einer Messe mitgenommen hat.

Wenn das Unternehmen diese Bereitschaft des Kunden nutzt, kann die Werbebroschüre zu einem überaus wirksamen Marketinginstrument werden. Doch worauf kommt es bei einer Werbebroschüre an? Was macht eine Werbebroschüre zu einer guten, gelungenen Werbebroschüre?

 

Hier sind neun Tipps für erfolgreiche Werbebroschüren!:

 

Tipp 1: Mit dem wichtigsten Verkaufsargument beginnen.

Das beste und wichtigste Verkaufsargument sollte an möglichst prominenter Stelle stehen. Ideal ist beispielsweise direkt das Cover der Werbebroschüre. Eine solche Platzierung mag zwar etwas plump anmuten. Allerdings möchte der Leser sofort wissen, worum es geht. Wenn ihn der Titel der Broschüre nicht überzeugt oder nicht anspricht, wird er die Broschüre meist weglegen.

 

Tipp 2: Das Angebot mit Blick auf den Nutzen beschreiben.

Die Beschreibung eines Produkts sollte sich nicht auf dessen Eigenschaften konzentrieren, sondern seine Vorteile und seinen Nutzen herausstellen. Durch eine Beschreibung der Eigenschaften erfährt der Kunde lediglich, wie ein Produkt aussieht und wie es funktioniert.

Für den Kunden ist jedoch wichtiger, was er von dem Produkt hat, welchen Nutzen oder welche Vorteile es ihm bringt. Für die Produktbeschreibung hat sich deshalb die sogenannte FAB-Formel bewährt. FAB steht für Feature – Advantage – Benefit.

Dazu ein Beispiel: Eine Einparkhilfe gehört inzwischen zur Ausstattung sehr vieler Autos – Feature. Sie steigert den Komfort, erleichtert das Rückwärtsfahren und erhöht die Sicherheit – Advantage. Dadurch kann sie Auffahrunfälle vermeiden – Benefit.

Wenn das Unternehmen unsicher ist, warum Kunden dieses Produkt gekauft haben und womit es andere Kunden zu einem Kauf animieren kann, sollte es einfach nachfragen. Dies kann im Verkaufsgespräch oder mithilfe von Umfragen erfolgen. So kann das Unternehmen herausfinden, welche Aspekte für Kunden besonders wichtig sind und in der Broschüre folglich unbedingt Erwähnung finden sollten.

 

Tipp 3: Die Inhalte auf die Kundenbedürfnisse ausrichten.

Die Werbebroschüre sollte eine zentrale Botschaft vermitteln: Das Unternehmen kennt die Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen und Probleme seiner Kunden, versteht diese und bietet passende Lösungen an. Die Werbebroschüre sollte also aufzeigen, wie das Unternehmen den Bedürfnissen seiner Zielgruppe gerecht wird.

Ein ideales Instrument in diesem Zusammenhang ist eine Auswertung der typischen Kundenanfragen. Wenn das Unternehmen erfasst, wonach Interessenten und Kunden häufig fragen, kann es die Antworten darauf als Basis für die inhaltliche Gestaltung der Werbebroschüre verwenden. Möglich dabei ist auch, den Text in Form von FAQ, also im Frage-Antwort-Schema zu strukturieren.

 

Tipp 4: Die Werbebroschüre als Werbe- und Verkaufstool verstehen.

Eine gelungene Werbebroschüre ist nicht nur ein reines Marketinginstrument, sondern ein vollwertiges Verkaufstool. Deshalb sollte sie zum einen ansprechend und informativ gestaltet sein. Im Idealfall schmeißt der Kunde die Werbebroschüre nach dem Durchlesen nicht weg, sondern nutzt sie auch später noch, wenn er etwas nachschlagen möchte.

Zum anderen sollte die Werbebroschüre alle Angaben enthalten, die der Kunde für seine Kaufentscheidung benötigt. Die wenigsten Kunden werden Interesse daran haben, wesentliche Inhalte erst im Verkaufsgespräch zu erfahren.

 

Tipp 5: Nicht in der Wir-Form schreiben.

Eine direkte Kundenansprache wirkt persönlicher und lässt den Text interessanter erscheinen. Zudem vermittelt sie, dass das Unternehmen nicht sich selbst oder seine Verkaufsabsichten, sondern den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Das Wort Wir (oder Ich) sollte in den Formulierungen also möglichst vermieden werden. Dazu ein Beispiel: Statt „Wir lassen Ihnen gerne ein kostenfreies Muster zukommen.“ sollte die Formulierung besser „Fordern Sie ein Muster an, selbstverständlich kostenfrei und unverbindlich.“ lauten.

 

Tipp 6: Anschauliche Formulierungen verwenden.

Was den Schreibstil angeht, so empfiehlt sich eine anschauliche und leicht verständliche Sprache. Am besten ist, wenn sich der Texter einen typischen Vertreter seiner Zielgruppe vorstellt und so schreibt, als würde er ein persönliches Kundengespräch mit ihm führen. Dadurch wird der Schreibstil automatisch lebendiger.

Auf trockenes Fachlatein sollte ebenso verzichtet werden wie auf unnötige Details. Der Text sollte alles Wichtige vermitteln, dabei aber angenehm zu lesen sein und auf den Punkt kommen. Denn durch die Werbebroschüre möchte sich der Kunde informieren. Durch eine lange, komplexe Abhandlung oder einen anspruchsvollen Roman möchte er sich aber nicht arbeiten.

 

Tipp 7: Die Inhalte übersichtlich gliedern.

Ein Text, der in mehrere Abschnitte gegliedert ist, liest sich wesentlich einfacher als ein langer Fließtext. Kurze, aussagekräftige Überschriften zu den einzelnen Abschnitten ermöglichen dem Leser, sich einen Überblick zu verschaffen.

Außerdem kann er so gezielt die Angaben lesen, die ihn an meisten interessieren. Vor allem bei komplexeren Produkten sind Infoboxen ein probates Mittel. Denn Infoboxen bieten Raum für Erklärungen, nützliche Hinweise und zusätzliche Informationen, ohne den Text zu belasten oder den Lesefluss zu stören.

 

Tipp 8: Auf kurzlebige Angaben verzichten.

In die Werbebroschüre sollten grundsätzlich nur Angaben und Informationen aufgenommen werden, die längerfristig Bestand haben. Andernfalls ist die Werbebroschüre schon bald nicht mehr aktuell, so dass eine neue, überarbeitete Version erstellt werden muss.

Werbebroschüren, die so nicht mehr gültig sind, sollten dem Kunden auf keinen Fall übergeben werden. Denn er wird verärgert sein, wenn er sich für ein Produkt interessiert, dann aber erfährt, dass es dieses Produkt inzwischen nur noch in einer anderen Form, zu veränderten Konditionen oder gar nicht mehr gibt.

Daten und Aussagen, die zwar wichtig, aber nur zeitlich befristet gültig sind, können der Werbebroschüre auf einem Zusatzblatt beigelegt werden. Dies kann beispielsweise Preislisten, Aktionsangebote oder auch zuständige Ansprechpartner betreffen. Kommt es zu einer Änderung, muss so nur das Zusatzblatt ausgetauscht werden.

 

Tipp 9: Erfahrungsberichte und Studien integrieren.

Erfahrungsberichte, Kommentare oder Bewertungen anderer Kunden können die Werbeaussagen glaubhafter machen. Wenn ein interessierter Kunde erfährt, welche Erfahrungen andere Kunden mit einem Produkt gemacht haben, wird er den Beschreibungen und Versprechen eher Glauben schenken. Allerdings ist hier ein wenig Vorsicht geboten.

Denn zu viele oder zu übertriebene Zitate können schnell erfunden wirken. Auch konkrete Beispiele, aktuelle Studien oder Marktanalysen können dem Kunden wertvolle Zusatzinformationen liefern und die Werbeversprechen untermauern. Auch hier gilt aber, dass nicht zu viele Nebenschauplätze eröffnet werden sollten. Sonst besteht die Gefahr, dass sie zu sehr ablenken und die eigentliche Werbebotschaft zu sehr in den Hintergrund rückt.

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