User Experience als Schlüssel für erfolgreiche Webseiten

User Experience als Schlüssel für erfolgreiche Webseiten

Kaum ein Unternehmen kommt heute noch an einer Internetpräsenz vorbei. Und das Online-Marketing hat sich in Sachen Vermarktung längst als feste Größe etabliert. Nun bringt aber auch die schönste Webseite herzlich wenig, wenn sie nicht gefunden wird.

Oder wenn Internetnutzer eine Seite zwar aufrufen, aber gleich wieder wegklicken und nie wiederkommen. Also gilt es, die Webseite zu optimieren.

Und dabei zeichnet sich immer deutlicher die User Experience als Schlüssel für erfolgreiche Webseiten ab:

Suchmaschinen als Hauptweg

Natürlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie ein Unternehmen seine Internetseite bekannt machen kann. So kann es seine Kunden direkt auf die Webseite hinweisen und die Adresse auf sämtlichen Geschäftsunterlagen präsentieren. Es kann eine eigene Werbekampagne für die Internetseite starten oder die Firmenfahrzeuge mit der URL beschriften. Doch der Hauptweg führt über die Suchmaschinen. Und damit wird SEO, also die Optimierung der Webseite für die Suchmaschinen, zum Thema.

Die Zielsetzung bei einer SEO-Strategie ist letztlich immer gleich: eine möglichst gute Platzierung in den Suchergebnislisten, die im nächsten Schritt zu möglichst viel Traffic und einer möglichst hohen Klickrate führt.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, die die kryptischen Algorithmen, künstliche Intelligenzen und andere digitale Mechanismen rund um Suchmaschinen bedienen. Die Analyseverfahren der Suchmaschinen sind zwar mitunter nicht ganz einfach zu verstehen und die Kriterien, die bei der Einstufung von Webseiten eine Rolle spielen, verändern sich immer wieder. Doch das Grundprinzip ist denkbar einfach: Die Suchmaschinen möchten dem Nutzer die Treffer anzeigen, die am besten zu seiner Suchanfrage passen.

User Experience als Schlüssel für erfolgreiche Webseiten

Bei aller Technik darf nicht in Vergessenheit geraten, dass Internetseiten für Nutzer gemacht werden. SEO orientiert sich zwar an den Suchmaschinen. Doch die Suchmaschinen sind nicht der Adressat, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Der Adressat ist und bleibt der Nutzer. Eine gute SEO-Strategie sollte grundsätzlich alle relevanten Bereiche abdecken. Aber am Ende sollte im Mittelpunkt stehen, dem Nutzer ein bestmögliches Erlebnis zu bieten. Damit schließt sich übrigens der Kreis, denn die aktuellen Bewertungskriterien und Analyseverfahren der Suchmaschinen legen den Schwerpunkt ebenfalls auf die User Experience.

Nur was heißt User Experience überhaupt?

Wann entsteht ein optimales Nutzererlebnis? Die drei wichtigsten Kriterien aus Sicht des Nutzers sind üblicherweise folgende:

  • Eine Webseite soll ansprechend und übersichtlich gestaltet sein. Der Nutzer möchte sich schnell und einfach darauf zurechtfinden.
  • Auf der Webseite möchte der Nutzer die Antwort auf seine Frage finden. Das kann eine Information, aber genauso auch ein Produkt oder eine Dienstleistung sein.
  • Bemüht der Nutzer eine Suchmaschine, soll sie ihm die Seiten anzeigen, die am besten zu seiner Anfrage passen.
  • Damit spielen mit Blick auf das Nutzererlebnis verschiedene Bewertungskriterien zusammen, die in unterschiedlichen SEO-Bereichen angesiedelt sind und sich teilweise überschneiden.

3 wichtige Punkte für die User Experience

Hat ein Unternehmen bislang vor allem auf die technischen Komponenten und die klassischen SEO-Faktoren gesetzt, das Nutzerverhalten hingegen wenig berücksichtigt, ist es ratsam, die folgenden drei Punkte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen:

  • Mobile Nutzbarkeit: Nutzer gehen zwar nach wie vor mit dem Computer ins Internet. Doch die Nutzung von mobilen Endgeräten spielt eine immer größere Rolle. Die Suchmaschinen tragen dieser Entwicklung Rechnung. Webseiten, die auf mobilen Endgeräten nicht oder nur bedingt aufgerufen und genutzt werden können, werden künftig schlechter platziert.
  • Ladezeiten: Die Zeit, die eine Webseite zum Laden braucht, ist ein sehr wichtiger Punkt, wenn die Suchmaschinen die Nutzerfreundlichkeit bewerten.
  • Inhalte: Die Seite braucht einen Content, den die Suchmaschinen gut mit entsprechenden Suchanfragen verknüpfen können. Je relevanter die Themen sind, die der Content abdeckt, desto eher entsteht ein Gesamtprofil, das zu einer guten Platzierung in den Trefferlisten führt.

Die User Experience verbessern

Für eine erfolgreiche Internetseite wird es künftig noch wichtiger sein, dass sowohl die Seite als auch ihre Inhalte nutzerorientiert und auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Je positiver das Nutzererlebnis ist, desto besser können sich die Webseite und damit auch das Unternehmen dahinter von der Konkurrenz abheben.

Wichtig ist außerdem, dass der Nutzer auf den ersten Blick sieht, welche Informationen er auf der Seite finden kann oder wer der Betreiber der Seite ist. Insgesamt sollte die Seite keine Fragen aufwerfen, sondern Antworten bereithalten.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
bieten sich drei Ansatzpunkte an:

  1. Die Technik

Eine übersichtliche Struktur, eine intuitive Bedienbarkeit, kurze Ladezeiten, eine optimierte Darstellung für Desktop und Mobil, aber auch das Vermeiden von doppelten Inhalten sind technische Aspekte. Durch eine entsprechende Programmierung ist es möglich, die Performance der Seite zu optimieren. Wichtig ist aber, die spezifischen Anforderungen der Suchmaschine zu analysieren und mögliche Änderungen im Blick zu behalten, um bei Bedarf entsprechend nachbessern zu können.

  1. Die Inhalte

Ein Stichwort, das im Zusammenhang mit dem Content immer wieder fällt, lautet Mehrwert. Eine ausführliche Präsentation des Unternehmens und seines Angebots ist zwar schön und gut. Doch mit Blick auf die User Experience kann es sinnvoll sein, die Inhalte um Fachartikel, Ratgeber, Anleitungen, Branchennews und ähnliche Beiträge zu erweitern. Hochwertiger und einzigartiger Content, der auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, erhöht das positive Nutzererlebnis. Für das Unternehmen bedeutet das aber natürlich auch, dass es seine Zielgruppe kennen und wissen muss, mit welchen Inhalten es Mehrwert bietet. Dabei wiederum können folgende Fragen helfen:

  • Welche Darstellungsformen bevorzugt die Zielgruppe?
  • Welche Fragen zu unseren Produkten werden regelmäßig gestellt und sollten folglich beantwortet werden?
  • Zu welchen Aspekten könnte Fachwissen für die Nutzer interessant sein?
  • Welche Produkte können wir in Ratgeber oder Anleitungen einbinden?
  • Welche Informationen können dazu beitragen, dass Nutzer leichter eine Kaufentscheidung treffen können?

Auch Keywords haben ihre Bedeutung nicht verloren. Allerdings sollten sie eher unauffällig und in verschiedenen Formen in die Texte eingefügt werden. Optimal ist, wenn der Leser nicht bemerkt, dass und welche Schlüsselwörter im Text vorhanden sind. Anders als früher zählt also nicht mehr allein die Häufigkeit, sondern die sprachliche Qualität. Werden die Schlüsselwort offensichtlich eingebettet, womöglich auch noch mit einer fragwürdigen Grammatik, belohnen das die Suchmaschinen nicht.

  1. Die Interaktion

Die Suchmaschinen werten Daten wie die Verweildauer der Nutzer auf der Seite, die Absprungrate oder auch die Links, die angeklickt werden, aus. Deshalb bleibt die Interaktion ein wichtiges Kriterium und dem Nutzer sollten verschiedene Möglichkeiten angeboten werden. Multimediale Inhalte, eine übersichtliche Navigation, interaktive Elemente wie Buttons, interne Links und die Verknüpfung mit sozialen Netzwerken sind ein paar Beispiele dafür.

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Veröffentlicht von

Christian Gülcan - Artdefects Media

Verlagsinhaber (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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