10 Punkte bei der Auswahl einer SEO-Agentur, 1. Teil

10 Punkte bei der Auswahl einer SEO-Agentur, 1. Teil

Betreibt ein Unternehmen eine eigene Internetpräsenz, ist es sehr wichtig, dass es in den Suchmaschinen möglichst weit vorne platziert wird. Denn je weiter hinter die Webseite in der Liste landet, desto schlechter stehen die Chancen, dass die Seite gefunden und angeklickt wird. Eine SEO-Agentur kann zu einer guten Platzierung verhelfen.

Heutzutage kann es sich eigentlich kein Unternehmen leisten, nicht im Internet vertreten zu sein. Doch damit, eine chice Seite ins weltweite Netz zu stellen, ist es längst nicht getan. Denn damit die Internetpräsenz Wirkung zeigt, muss die Webseite gefunden und angeklickt werden. Neben gezielter Werbung für die eigene Internetseite, beispielsweise durch das Einfügen der Webadresse in die Kontaktdaten, sorgen Suchmaschinen dafür, dass eine Internetseite angezeigt wird.

Denn sie stellen dem Nutzer eine Liste mit allen Webseiten zur Verfügung, die zum eingegebenen Suchbegriff passen. Nun wird sich aber kein Nutzer durch die gesamte Ergebnisliste arbeiten. Stattdessen wird er sich auf die vorderen Plätze beschränken. Umso wichtiger ist es also, dass der Webauftritt des Unternehmens möglichst weit vorne in der Liste steht. Und um dieses Ziel zu erreichen, gibt es die sogenannte Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO.

 

Stichwort Suchmaschinenoptimierung

SEO gehört zum Online-Marketing und fasst alle Maßnahmen zusammen, die die Platzierung einer Internetseite in den Ergebnislisten der Suchmaschinen verbessern. Dabei gliedern sich die Maßnahmen in eine On-Page- und eine Off-Page-Optimierung.

Bei der On-Page-Optimierung wird die Internetseite mit Blick auf die Suchmaschinen optimiert. Die Off-Page-Optimierung kümmert sich um den Einfluss der eigenen Webseite auf andere Internetseiten.

Doch unabhängig davon, welche konkreten Maßnahmen eingesetzt werden, gilt: SEO kann nur dann nachhaltig Erfolg bringen, wenn sie kontinuierlich betrieben wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Suchmaschinen ihre Rankingkriterien nur selten preisgeben und zudem regelmäßig verändern. Allein schon deshalb muss eine Internetseite immer wieder überarbeitet und optimiert werden. Doch genau hier liegt der Knackpunkt.

Nicht jedes Unternehmen kann oder möchte sich fortlaufend mit der Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen. Tatsächlich ist das auch gar nicht notwendig, denn mit einer SEO-Agentur kann sich das Unternehmen einen kompetenten Dienstleister an die Seite holen. Doch damit die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, muss eine passende Agentur her.

Die folgende Liste nennt in zwei Teilen die zehn wichtigsten Punkte bei der Auswahl einer SEO-Agentur. Hier ist Teil 1.

 

Punkt 1: die Ziele

Bevor sich das Unternehmen auf die Suche nach einer geeigneten SEO-Agentur macht, sollte es zunächst einmal definieren, welche Ziele überhaupt erreicht werden sollen. Soll die Anzahl der Seitenaufrufe, die Anzahl der Anfragen von Nutzern oder die Verweildauer auf der Seite erhöht werden?

Soll die Platzierung der Webseite im Allgemeinen verbessert werden oder geht es in erster Linie um das Ranking für ganz bestimmte Produkte? Möchte das Unternehmen im Zusammenhang mit ausgewählten Schlüsselwörtern vor der Konkurrenz landen?

Viele SEO-Agenturen fragen die Wünsche und Ziele ihrer potenziellen Neukunden mit eigens für diesen Zweck entwickelten Fragebögen ab. Doch unabhängig davon sollte das Unternehmen wissen, was es möchte, bevor es einen Auftrag vergibt.

Punkt 2: das Angebot

Wenn das Unternehmen Angebote von SEO-Agenturen einholt, wird es auf verschiedene Modelle stoßen. Diese lassen sich in zwei große Gruppen einteilen, nämlich

  • in Modelle mit Festpreisen für bestimmte Leistungspakete, die als Monatspauschalen in Rechnung gestellt werden, und
  • in Modelle, die eine erfolgsabhängige Vergütung vorsehen.

Eine monatliche Betreuungspauschale verursacht zwar Fixkosten, bietet aber den Vorteil der Planungssicherheit. Denn das Unternehmen weiß, welche Kosten entstehen und welche Leistungen es dafür erhält. Eine erfolgsabhängige Vergütung kann deshalb attraktiv sein, weil das Unternehmen sicher sein kann, dass sich die Agentur um den Erfolg bemühen wird.

Schließlich hängt ihr Verdienst davon ab, wie gut und erfolgreich die durchgeführten Maßnahmen funktionieren. Allerdings sollte das Unternehmen bei einer erfolgsabhängigen Vergütung klar und eindeutig festlegen, was unter einem Erfolg zu verstehen ist und woran dieser Erfolg gemessen wird.

Sind beispielsweise nur vergleichsweise einfach zu optimierende Schlüsselwörter ein Bewertungskriterium für den Erfolgsfall, kann das erfolgsabhängige Vergütungsmodell sonst recht schnell sehr teuer werden.

Punkt 3: die Ansprechpartner

Hat ein Angebot Interesse geweckt, sollte ein Treffen mit den Ansprechpartnern der SEO-Agentur stattfinden, mit denen später die Zusammenarbeit im Tagesgeschäft erfolgt. Vor allem in größeren SEO-Agenturen gibt es oft Vertriebsteams, die die Angebote präsentieren und die Aufträge unter Dach und Fach bringen.

Für die Durchführung sind dann aber Mitarbeiter aus den entsprechenden Fachabteilungen zuständig. Eine gute Zusammenarbeit setzt zwar nicht unbedingt große Sympathie voraus, aber die Chemie sollte zumindest in gewissem Maße stimmen.

Noch wichtiger ist jedoch die fachliche Kompetenz. Das Unternehmen sollte skeptisch werden, wenn sich Ansprechpartner als Allrounder präsentieren, die in sämtlichen Teilbereichen vom Content bis zum Linkaufbau alles bestens beherrschen. Denn gerade die Suchmaschinenoptimierung bewegt sich in einem Umfeld, das sich permanent verändert. Deshalb ist es oft die bessere Wahl, sich für ein Team aus mehreren Mitarbeitern zu entscheiden, die sich jeweils auf einzelne Teilbereiche spezialisiert haben.

 

Punkt 4: die Organisationsstruktur

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die organisatorische Struktur der SEO-Agentur. In diesem Zusammenhang lohnt sich zunächst einmal ein Blick auf die Schwerpunkte. Handelt es sich bei der SEO-Agentur um einen Dienstleister, der sich auf das Online-Marketing spezialisiert hat und ausschließlich in diesem Bereich tätig ist?

Oder ist die SEO-Agentur eine Medienagentur oder eine Agentur, die sich auf die Internettechnik oder den Onlinehandel spezialisiert hat und die Suchmaschinenoptimierung nur als eine Dienstleistung unter vielen anderen anbietet? Letzteres muss natürlich kein Nachteil sein, allerdings müssen die Ziele des Unternehmens und das Leistungsportfolio der Agentur zusammenpassen. Daneben spielt die Aufstellung der Agentur eine maßgebliche Rolle. In diesem Zusammenhang sollte das Unternehmen abklären,

  • ob überhaupt genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um das Projekt in solider Qualität und ohne Verzögerungen umzusetzen,
  • ob die Agentur organisatorisch klar strukturiert ist, beispielsweise mit Verantwortlichen für die verschiedenen Arbeitsbereiche, oder ob letztlich jeder Mitarbeiter überall dort einspricht, wo Not am Mann ist, und
  • ob sichergestellt ist, dass und wie die vereinbarten Betreuungsleistungen ohne Unterbrechung fortgeführt werden, wenn die Ansprechpartner beispielsweise krankheitsbedingt ausfallen, Urlaub haben oder die Agentur verlassen.

Natürlich heißt das nicht, dass ein Start-Up oder eine kleine SEO-Agentur mit sehr wenigen Mitarbeitern keinen guten Job machen kann oder im Umkehrschluss eine große SEO-Agentur mit langjähriger Erfahrung immer und ausnahmslos die beste Wahl. Aber für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist nun einmal wichtig, dass das Unternehmen weiß, mit wem es überhaupt zusammenarbeitet.

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Veröffentlicht von

Christian Gülcan - Artdefects Media

Verlagsinhaber (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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