5 Schritte zur Umsetzung einer Geschäftsidee

5 Schritte zur Umsetzung einer Geschäftsidee

Eine gute Geschäftsidee alleine reicht noch nicht aus. Damit die Geschäftsidee zum Erfolg werden kann, muss die Umsetzung gut geplant und strategisch realisiert werden. Hier sind die 5 Schritte dabei.

Kostendruck, Zeitmangel, eine schärfte Wettbewerbssituation: Für Unternehmer wird es zu einer immer größeren Herausforderung, mit einer neuen Geschäftsidee erfolgreich Fuß zu fassen oder ein bestehendes Geschäftsmodell umzustrukturieren und zu erweitern.

Dabei ist es natürlich möglich, unternehmerische Erfolge zu erzielen. Voraussetzung ist aber, dass die Geschäftsidee nicht im Hau-Ruck-Verfahren auf den Weg gebracht, sondern strukturiert realisiert wird.

Und dabei können die folgenden Schritte zur Umsetzung
einer Geschäftsidee der richtige Weg sein:

 

Schritt 1: Das Marktpotenzial objektiv prüfen.

Natürlich ist der Unternehmer von seiner Geschäftsidee überzeugt und glaubt fest daran, dass sein Geschäftsmodell erfolgreich sein kann. Und selbstverständlich ist diese Haltung sehr wichtig, denn der Unternehmer muss hinter seiner Idee stehen.

Aber er darf nicht den Fehler machen, sich zu sehr von seinen subjektiven Empfindungen leiten zu lassen und sich ausschließlich auf solche Daten und Informationen zu stützen, die ihm Recht geben. Stattdessen ist eine objektive Analyse der Geschäftsidee unverzichtbar.

In diesem Zusammenhang sollte der Unternehmer prüfen,

  • ob bereits vergleichbare Produkte auf dem Markt sind,
  • wer mögliche Konkurrenten sind und wo deren Stärken und Schwächen liegen,
  • ob ein Markt für die Produkte vorhanden und wie groß dieser Markt ist,
  • welche Wünsche, Erwartungen und Anforderungen potenzielle Kunden an solche Produkte haben,
  • ob die Geschäftsidee ein Alleinstellungsmerkmal hat, das so schnell von anderen nicht kopiert werden kann,
  • ob die Geschäftsidee das Potenzial hat, sich langfristig auf dem Markt zu behaupten und kontinuierlich zu wachsen.

Zeigt die Marktanalyse, dass die Geschäftsidee Potenzial hat, sollte der Unternehmer sein Modell präzise definieren. Es muss klar sein, wie die Geschäftsidee konkret umgesetzt werden soll.

Wichtig dabei ist, dass sich der Unternehmer auch in seine potenziellen Kunden hineinversetzt und seine Geschäftsidee mit den Augen eines Außenstehenden betrachtet. Ein Kunde wird nicht kaufen, wenn er das Produkt oder das Konzept dahinter nicht versteht.

 

Schritt 2: Die Geschäftsidee testen.

Gründliche Überlegungen und Analysen sind zwar sehr wichtig und unumgänglich. Doch bloß weil eine Geschäftsidee in der Theorie hervorragend klingt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch in der Praxis funktioniert.

Aus diesem Grund sollte der Unternehmer praktisch ausprobieren, ob die Geschäftsidee wie geplant umgesetzt werden kann. Dazu sollte sich der Unternehmer direkt an seine Zielgruppen wenden und erfragen,

  • inwieweit das Problem, das die Geschäftsidee lösen möchte, bekannt ist,
  • ob, in welcher Form und wie oft das besagte Problem auftritt,
  • ob denkbar ist, dass die vorgestellte Geschäftsidee Abhilfe schafft,
  • welche Erwartungen und Anforderungen an ein geeignetes Produkt gestellt würden,
  • ob grundsätzlich Interesse an einem solchen Produkt besteht.

Durch den Praxistest kann der Unternehmer zum einen überprüfen, ob die Marktanalyse von richtigen Daten und Fakten ausgeht. Zum anderen kann der Unternehmer herausfinden, ob potenzielle Kunden seine Geschäftsidee verstehen, sie als Problemlösung einstufen und interessiert sind.

Nebenbei erhält der Unternehmer möglicherweise wertvolle Hinweise, die ihm dabei helfen, Risiken aufzuspüren und sein Konzept noch besser auf Kundenwünsche abzustimmen.

 

Schritt 3: Die notwendigen Ressourcen definieren und beschaffen.

Verständlicherweise möchte ein Unternehmer eine neue Geschäftsidee möglichst kostensparend umsetzen. Schließlich muss jeder Euro, der ausgegeben wird, auch wieder erwirtschaftet werden.

Andererseits macht es keinen Sinn, eine Geschäftsidee umsetzen zu wollen, wenn die erforderlichen Ressourcen nicht vorhanden sind. Daher sollte der Unternehmer zunächst einmal definieren, welche Mittel erbraucht. Neben der Finanzierung gilt dies auch für das Team.

Denn für eine erfolgreiche Geschäftsidee mit Wachstumspotenzial braucht der Unternehmer Mitarbeiter. Es ist zwar möglich, dass er in der Startphase alle wichtigen Schlüsselpositionen in sich vereinen kann. Doch spätestens wenn sich die ersten Erfolge einstellen, wird der Unternehmer Aufgaben delegieren müssen. In dieser Phase neue Mitarbeiter erst noch einzuarbeiten, ist jedoch äußerst ungünstig.

Hat der Unternehmer die notwendigen Ressourcen definiert, sollte er sich als nächstes darum kümmern, sie zu beschaffen. Dabei ist wichtig, dass er die Mittel so plant, dass sie über die Startphase hinaus ausreichen. Ein Puffer ist erforderlich, damit der Unternehmer auf Unvorhergesehenes reagieren kann.

Gehen dem Unternehmer auf halbem Wege die Mittel aus, ist nicht nur die Geschäftsidee gescheitert. Stattdessen sind auch alle bis hierhin getätigten Investitionen verloren. Die Umsetzung der Geschäftsidee sollte also erst dann begonnen werden, wenn die Ressourcen dafür tatsächlich bereitstehen.

 

Schritt 4: Einen Projektplan ausarbeiten.

Ein Projektplan hilft zum einen dabei, die Umsetzung der Geschäftsidee in die notwendigen Einzelschritte aufzuteilen. Zum anderen legt er fest, wer für welche Aufgabe zuständig ist und bis wann die jeweiligen Aufgaben erledigt sein müssen. Außerdem ist der Projektplan ein äußerst effektives Kontrollinstrument.

Denn durch den Projektplan lassen sich die Fortschritte nachvollziehen. Gleichzeitig wird recht schnell deutlich, an welchen Stellen Änderungen oder Anpassungen erforderlich sind.

Wird der Projektplan detailliert ausgearbeitet, konsequent umgesetzt und kontinuierlich fortgeschrieben, sollte der systematischen Umsetzung der Geschäftsidee nichts im Wege stehen.

 

Schritt 5: Nachjustieren.

Jede neue Geschäftsidee braucht ihre Zeit, bis sie ins Alltagsgeschäft integriert ist. Und es ist völlig normal, dass vor allem in der Anfangsphase gewisse Hürden überwunden werden müssen.

Der Unternehmer sollte sein Konzept also nicht gleich in Frage stellen, nur weil es noch nicht so gut läuft oder die ersten Erfolge auf sich warten lassen. Aber er sollte die Augen offen halten und die Bereitschaft zeigen, nachzujustieren. Denn krampfhaft an einer Idee festzuhalten und sich keinen Millimeter davon wegzubewegen, macht ebenso keinen Sinn.

Der Unternehmer ist deshalb gut beraten, wenn er nach dem Schema „Ausarbeiten – Umsetzen – Überprüfen – Anpassen“ vorgeht. So hat die Geschäftsidee die Chance, sich zu etablieren und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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Veröffentlicht von

Christian Gülcan - Artdefects Media

Verlagsinhaber (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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