10 Ideen fürs Offline-Marketing

10 Ideen fürs Offline-Marketing

Wenn Marketingmaßnahmen Erfolg haben sollen, müssen sie genauso einzigartig sein wie das Unternehmen, das hinter der Werbung steht. Und allgemeingültige Patentlösungen kann es nicht geben.

Denn je nach Branche, Zielgruppe, Angebot und Firmenphilosophie wird die Marketingstrategie unterschiedlich ausfallen.

Der örtliche Handwerksbetrieb wird und muss bei seiner Werbung auf andere Mittel und Wege zurückgreifen als ein überregionales Unternehmen oder ein internationaler Großkonzern.

In der modernen, digitalen Welt läuft ein Großteil der Werbung außerdem übers Internet. Homepages, Blogs, Werbeeinblendungen, Newsletter und E-Mail-Kampagnen lassen sich online schnell und einfach realisieren. Und selbst wenn die Streuverluste größer ausfallen, wird das durch die günstigen Kosten wieder ausgeglichen.

Doch auch die guten alten Werbe-Klassiker haben längst nicht ausgedient und müssen keinesfalls schlechter sein als Online-Marketing-Maßnahmen. Ganz im Gegenteil können die klassischen Werbemittel trotz oder vielleicht gerade wegen der Dominanz des Internets überaus erfolgreich sein.

Als kleine Anregung haben wir zehn Ideen fürs Offline-Marketing zusammengetragen:

 

  1. Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften

Annoncen und Anzeigenserien sind eine effektive Möglichkeit, um Informationen zu vermitteln. So kann ein Unternehmen Inserate nutzen, um beispielsweise

  • neue Produkte vorzustellen,
  • über neue Geschäftsräume oder veränderte Öffnungszeiten zu informieren,
  • Termine für besondere Aktionen bekanntzugeben oder
  • sich einfach selbst ins Gedächtnis potenzieller Kunden zu rufen.

Wichtig ist aber, das Medium sorgfältig auszuwählen. Ein örtlicher Betrieb wird in der regionalen Tageszeitung sicher viele seiner Kunden erreichen. Im Unterschied dazu kann für ein überregionales Unternehmen mit einer speziellen Zielgruppe eine Fachzeitschrift die bessere Wahl sein. Ein Großkonzern wiederum ist mit einer Zeitung oder einer Zeitschrift, die deutschlandweit erscheint, gut beraten.

 

  1. Rabattcoupons

Kunden mögen Schnäppchen. Deshalb kommen Rabattcoupons und Gutscheine gut an. Das Unternehmen kann solche Mittel mit Anzeigen kombinieren, in Werbeprospekten platzieren, als kleine Aufmerksamkeit an Stammkunden schicken oder direkt vor Ort, beispielsweise am Regel neben der Ware, zur Verfügung stellen.

Dabei können Coupons nicht nur den Umsatz steigern. Ein weiterer Vorteil ist, dass Rabattmarken und Gutscheine eine unmittelbare Erfolgkontrolle ermöglichen. Denn das Unternehmen kann nachvollziehen und auswerten, welche Wirkung die Maßnahme generell erzielt hat und in welcher Form die Aktion am besten angenommen wurde.

 

  1. Flyer und Prospekte

Flyer und Prospekte eignen sich hervorragend, um ein Unternehmen vorzustellen oder ein Angebot zu präsentieren. Auch Sonderaktionen können mit diesen Drucksachen beworben werden. Das Unternehmen kann Flyer im Umkreis als Postwurfsendungen verteilen.

Daneben macht es Sinn, Prospekte an Orten auszulegen, die von vielen Menschen aufgesucht werden. Das können beispielsweise Restaurants und Cafés, Supermärkte, Schulen, der Bahnhof, Touristeninformationen oder das Rathaus sein.

Daneben bieten sich Imagebroschüren als Grundausstattung für die Außendienstmitarbeiter an. Durch die Broschüren können sich potenzielle Geschäftspartner einen ersten Eindruck vom Unternehmen verschaffen und haben alle wesentlichen Daten in übersichtlicher Form zur Hand.

 

  1. Einkaufstüten

Plastiktüten sind nicht mehr zeitgemäß. Doch Tragetaschen aus Papier, Stoff oder Recyclingmaterialen sind noch immer ein sehr effektiver Werbeträger. Denn sie sind nicht nur praktisch, sondern fallen anderen Passanten ins Auge, wenn der Kunde seinen Einkauf herumträgt.

So mancher Kunde wird eine Tragetasche, die hochwertig gearbeitet ist und ansprechend aussieht, immer wieder verwenden und so gleichzeitig auch immer wieder Werbung für das Unternehmen machen. Und es gibt durchaus Kunden, die nur deshalb etwas kaufen, weil sie eine Tragetasche mit dem allseits bekannten Label haben möchten.

 

  1. Werbegeschenke

Ob Kugelschreiber, Notizblock, Feuerzeug, Tasse, Schlüsselband, Kuscheltier oder Baseball-Kappe: Wer bekommt nicht gerne etwas geschenkt? Natürlich sind die klassischen Werbegeschenke keine innovative Idee. Und es kann gut sein, dass sie für lange Zeit in irgendeiner Schublade verschwinden. Trotzdem fallen sie dem Kunden immer wieder ins Auge. Zudem bleibt es einfach in positiver Erinnerung, wenn ein Kunde ein Geschenk bekommen hat.

Das Unternehmen sollte in Sachen Werbegeschenke aber nicht nur an die direkte Zielgruppe denken. Stattdessen kann es beispielsweise Malblöcke und Buntstifte mit dem Firmenlogo im örtlichen Kindergarten verteilen. Oder es kann die Schule mit Turnbeuteln und Schlampermäppchen als Geschenk zum Startstart ausstatten.

Kinder sind oft begeisterte Sammler und freuen sich über kleine Aufmerksamkeiten. Den Eltern werden die Geschenke ebenfalls positiv auffallen, zumal sie diese Dinge dann nicht mehr kaufen müssen. Und das Unternehmen sichert sich durch sein Sponsoring nebenbei ein schönes Thema für eine positive Pressemeldung.

 

  1. Aktionstage

Verkaufsoffene Sonntage und Tage der offenen Tür ziehen regelmäßig viele Interessenten an. Auch Firmenfeste kommen gut an und sorgen für positive Presse. Daneben kann das Unternehmen Schüler einladen, die einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Vielleicht ist unter den Schülern auch gleich schon der eine oder andere künftige Azubi dabei. Oder das Unternehmen kann sich am Sommerferienprogramm der Stadt beteiligen und einen Mit-Mach-Tag für die Kids anbieten. Natürlich sind solche Aktionen mit einem etwas größeren Aufwand verbunden. Aber sie garantieren eben auch viel Aufmerksamkeit.

 

  1. Messen

Messen, Ausstellungen, Märkte und ähnliche Veranstaltungen sind eine ideale Bühne, um das eigene Unternehmen und seine Produkte zu präsentieren. Der direkte Austausch mit Interessenten und potenziellen Kunden kann die Weichen für neue Geschäftsbeziehungen stellen und frische Ideen liefern.

Reicht das Budget für einen eigenen Messeauftritt nicht aus, sollten sich Unternehmensvertreter als Messebesucher auf den Weg machen. Auch auf diese Weise lassen sich Kontakte knüpfen, Ideen finden und Erkenntnisse darüber gewinnen, was die Konkurrenz zu bieten hat und wie sie ihr Angebot präsentiert.

 

  1. Radiowerbung

Neben Großkonzernen können vor allem regionale Firmen von Radiowerbung profitieren. Schließlich läuft das Radio in vielen Autos, Haushalten, Büros und Geschäften.

Ein kurzer Werbespot erreicht auf diese Weise viele potenzielle Kunden. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Unternehmen ein Gewinnspiel veranstaltet oder als Sponsor einer örtlichen Einrichtung auftritt und diese Aktion übers Radio verbreiten lässt.

 

  1. Mundpropaganda

Die beste und nebenbei auch noch kostenlose Werbung sind direkte Empfehlungen. Berichten zufriedene Kunden über ihre positiven Erfahrungen und können sie Freunden und Bekannten das Unternehmen guten Gewissens weiterempfehlen, ist diese Werbung glaubwürdiger und wirksamer als es jede andere Werbeform jemals sein könnte.

Allerdings sollte das Unternehmen in Sachen Mundpropaganda nicht nur auf Kunden bauen, sondern auch auf die Mitarbeiter setzen. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und voll hinter ihm stehen, zahlen sich in doppelter Hinsicht aus.

Denn zum einen packen sie mit an, engagieren sich und bringen gute Leistungen, Und zum anderen machen sie kostenlos glaubwürdige Werbung.

 

  1. Guerilla-Marketing

Originelle Werbeaktionen, die Aufmerksamkeit erregen, Emotionen wecken und in Erinnerung bleiben, müssen nicht unbedingt teuer sein. Viel wichtiger ist eine ordentliche Portion Kreativität.

Ob ein Modegeschäft riesige Kleidungsstücke durch die Fußgängerzone spazieren lässt, ob ein Installateurbetrieb mit einer großen Rohrzange in Knallrot auf dem Autodach unterwegs ist, ob ein Dienstleister eine Plakatwand mit einer antiken Nähmaschine dekoriert oder ob eine Schneiderei die Straßenlaterne vor dem Geschäft in hübschen Stoff verpackt, ist letztlich egal. Beim Guerilla-Marketing ist alles erlaubt, was ge- und auffällt.

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Veröffentlicht von

Christian Gülcan - Artdefects Media

Verlagsinhaber (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete.

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