5 Tipps zum Umgang mit Lieferengpässen

5 Tipps zum Umgang mit Lieferengpässen

Derzeit sehen sich viele Unternehmen mit Lieferengpässen konfrontiert. Unterbrechungen in den Lieferketten, rasant steigende Transportkosten und knapper Frachtraum schränken die Verfügbarkeit von Produkten ein. Und Experten gehen davon aus, dass es auch noch eine ganze Zeit dauern wird, bis sich die Situation wieder normalisiert und stabilisiert hat.

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5 Tipps zum Umgang mit Lieferengpässen

Aus Sicht der Kunden ist es unangenehm und mitunter sehr ärgerlich, wenn sie lange auf ihre Bestellung warten müssen. Noch schwieriger wird es, wenn das Unternehmen gar keine genaueren Angaben dazu machen kann, wann ein Produkt wieder lieferbar sein wird. Stornierte Bestellungen und Umsatzeinbrüche können dann die Folge sein.

Doch wie kann ein Unternehmen solche Szenarien verhindern? Welche Lösungen sollte es parat haben?

Wir geben fünf Tipps zum Umgang mit Lieferengpässen!:

  1. Wartelisten erstellen

Während Lieferprobleme für Händler zum Geschäftsalltag gehören, sind sie für Kunden oft nicht ohne Weiteres akzeptabel. Das gilt vor allem dann, wenn lange Lieferzeiten die persönlichen Pläne durcheinander wirbeln.

Ein erster sinnvoller Schritt kann darin bestehen, Wartelisten anzulegen. Der Kunde kauft und bezahlt das Produkt, die Lieferung erfolgt aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig informiert das Unternehmen den Kunden über seine Position in der Warteliste.

Weiß der Kunde von Anfang an Bescheid, stößt diese Lösung meist auf Akzeptanz und Verständnis. Gleichzeitig können sowohl der Kunde als auch das Unternehmen verbindlich planen.

  1. Alternativen aufzeigen

Nicht jeder Kunde kann oder möchte warten, bis sein Wunschprodukt wieder verfügbar ist. Um ihn nicht zu verlieren, sollte das Unternehmen Produktalternativen anbieten.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten für Alternativen. Bei Büchern, Musik und anderen Medienprodukten könnte die digitale Version eine passende Lösung sein. Daneben kommt vielleicht das sogenannte Demand Shaping infrage.

Beim Demand Shaping verweist das Unternehmen auf gleichwertige Produkte, die im Bestand sind oder ohne Lieferverzögerungen bedient werden können.

Eine weitere Option kann sein, den Fokus auf B-Ware zu lenken. B-Ware meint Produkte, die ein Kunde bereits gekauft hatte, dann aber zurückgeschickt hat. Sofern notwendig, werden die Retouren aufbereitet.

Dadurch sind die Waren neuwertig. Das Unternehmen muss die Waren nicht abschreiben und der Kunde profitiert von einer sofortigen Lieferung und einem günstigeren Preis. Letztlich ergeben sich also für beide Seiten Vorteile.

Auch Gutscheine über die bezahlte Summe, die die Kunden für andere Produkte oder zu einem späteren Zeitpunkt einlösen können, sind ein geeignetes Mittel, um Stornierungen zu vermeiden.

  1. Transparent agieren

Natürlich kann es vorkommen, dass der Kunde keine Alternative möchte, sondern ein ganz bestimmtes Produkt haben will. Ist dieses Produkt derzeit nicht zu beschaffen, sollte das Unternehmen die Karten offen auf den Tisch legen.

Es sollte den Kunden umgehend über die längere Lieferzeit informieren und entweder den voraussichtlichen Liefertermin angeben oder den Kunden über den aktuellen Status auf dem Laufenden halten.

Auch auf der Webseite muss das Unternehmen die Produkte, die gegenwärtig nicht vorrätig und lieferbar sind, entsprechend kennzeichnen. Dadurch weiß ein Kunde, dass er sich auf eine gewisse Wartezeit einstellen muss. Entscheidet er sich trotzdem für den Kauf, kann er darauf abgestimmt planen.

  1. Nachschub zusammen mit Lieferanten planen

Gewährt das Unternehmen seinen Lieferanten Einblick in die Produktionsprognosen, können sie den Lieferbedarf besser einschätzen und folglich vorausschauender einplanen. Gleichzeitig können sie das Unternehmen darüber informieren, wie realistisch es ist, dass sie den Bedarf fristgerecht bedienen können.

Sollten sich die Bedingungen ändern oder verschlechtern, ist es bei einer gemeinsamen, vorausschauenden Planung ebenso möglich, Anpassungen oder Kürzungen vorzunehmen.

Trotz kleinerer Liefermengen kann das Unternehmen dann seine Produktion entsprechend drosseln und den Warenbestand darauf abstimmen. In diesem Zuge sollte das Unternehmen aber auch in Erwägung ziehen, eventuell andere Lieferanten an anderen Standorten ins Boot zu holen.

  1. Produktpalette anpassen

Gerade Krisenzeiten führen dazu, dass Verbraucher ihr Kaufverhalten ändern. Eine Verschiebung der Nachfrage eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Produktpalette zu überprüfen und anzupassen.

Dafür ist es zunächst einmal notwendig, die Produkte zu identifizieren, die besonders stark nachgefragt sind. Außerdem sollte das Unternehmen definieren, welchen strategischen Wert die einzelnen Produkte im Gesamtangebot haben.

Auf dieser Basis kann das Unternehmen dann ausarbeiten, welche Produkte bleiben und welche Waren eventuell gestrichen werden können.

Die Gelegenheit ist außerdem günstig, um sich mit den Lieferanten und Geschäftspartnern über die weitere Zusammenarbeit auszutauschen.

Wie sinnvoll ist es, die Produktpalette um Artikel zu erweitern, die eng mit den stark nachgefragten Produkten zusammenhängen? Wie stehen die Chancen, solche Produkte neu auf den Markt zu bringen? Lieferengpässe beim Bestand können so sogar zur Chance für Innovationen werden.

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Verlagsinhaber Christian Gülcan (Artdefects Media Verlag), Marketing Experte in Onlinemarketing, SEO, SEA, Social Media, Printmedien und Vermarktung von Unternehmen seit 2006. Kooperationspartner zu Werbeagenturen, Medienagenturen und Marketing-Profis. Verleger von Fachpresse in Print und Online verschiedener Branchen und Themengebiete. Gründer & Unternehmer diverser Firmen inkl. Leitung des Vertriebs und externer Tätigkeiten als Head of Marketing. Ferya Gülcan, Founder Internetmedien-Agentur.

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