Engpasskonzentrierte Strategie EKS

Infos und Erklärungen zur Engpasskonzentrierten Strategie (EKS) 

Die Engpasskonzentrierte Strategie, kurz EKS, bezeichnet einen Schulungsansatz zum Formulieren von persönlichen und geschäftlichen Strategien. Gründer der markengeschützten Engpasskonzentrierten Strategie war 1970 Professor Wolfgang Mewes, der als Pionier der Kybernetik in Deutschland gilt.

Häufig wird das Kürzel EKS auch als Energo-Kybernetische Strategie oder Evolutionskonforme Strategie ausgeschrieben.

Alle drei Ansätze bezeichnen letztlich die gleiche Strategie, unterscheiden sich jedoch durch einen etwas veränderten Schwerpunkt aus Sicht des Betrachters.  

Hier nun die wichtigsten Infos und Erklärungen zur Engpasskonzentrierten Strategie im kompakten Überblick: 

Die Hintergründe der Engpasskonzentrierten Strategie

Die ausschlaggebenden Anstöße für die Entwicklung der Engpasskonzentrierten Strategie entstammen aus der Betriebswirtschaftslehre, der Kostenrechnung und der Bilanzbuchhaltung.

Konkret war es dabei die Erkenntnis, dass die jeweiligen Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse die Entwicklung von Menschen und Unternehmen entscheidend beeinflussen, und nicht die Verhältnisse von Kosten und Erträgen.

Mewes formulierte seine Erkenntnisse, die er im Rahmen von betriebswirtschaftlichen Lehrgängen und durch Analysen von außergewöhnlichen Karriere- und Unternehmenserfolgen zusammengetragen hatte, auch für andere verständlich und nachvollziehbar in der sogenannten EKS-Strategie.

Die wissenschaftliche Absicherung dieser Strategie begründet sich jedoch nicht nur in Dokumentationen über praktische Unternehmens- und Karriereerfolge, sondern auch in zahlreichen anderen Veröffentlichungen vor allem aus den Bereichen Systemwissenschaften und Evolutionslehre.  

Die Definition von Strategie

Mewes definiert Strategie nicht als Erfolgsplanung auf lange Sicht, sondern als die Art und Weise, wie die eigenen und die gebündelten Kräfte in möglichst optimaler Form zum Nutzen der eigenen Zielgruppe eingesetzt werden können.

Die Gewinnoptimierung erfolgt dann über den Nutzen für die Zielgruppe, wobei die Wirkursachen der EKS-Strategie, die Mewes entdeckt hat, zu überproportionalen Ergebnissen führen. Insofern umfasst die EKS-Strategie das notwendige Wissen, um Personen und Unternehmen überdurchschnittlich erfolgreich und letztlich zu Marktführern machen zu können.   

Die Grundprinzipien und die Phasen der EKS-Strategie

Die EKS-Strategie basiert auf vier Grundprinzipien, und zwar auf:

1.       der Bündelung und Konzentration der Kräfte auf die Potenziale und Stärken sowie den Abbau von Verzettlungen,

2.       der Fokussierung der Kräfte auf eine klar definierte und engumrissene Zielgruppe,

3.       dem Erschließen von Marktlücken und

4.       auf der Entwicklung von tiefgehenden Problemlösungen mit dem Ziel, die Marktführerschaft zu erreichen. 

Neben diesen vier Grundprinzipien bilden sieben Entwicklungsphasen die Grundlagen für die Engpasskonzentrierte Strategie:

1.       Zunächst geht es darum, die Ist-Situation festzustellen und die Stärken zu ermitteln, die insbesondere im Vergleich mit anderen die Kernkompetenzen darstellen. Das bedeutet, es wird zum einen analysiert, wo die eigenen Stärken liegen, und zum anderen, was die Person oder das Unternehmen besser kann als die anderen.

2.       Im nächsten Schritt wird das Geschäftsfeld erarbeitet, das die größten Erfolge verspricht. Es geht also darum, zu erkennen, worin die größten Chancen liegen und wodurch das Unternehmen seiner Zielgruppe den größten Nutzen bieten kann.

3.       Steht das Geschäftsfeld fest, wird die Zielgruppe erarbeitet, die die größten Erfolge verspricht. Es wird dabei ermittelt, welche Kunden die angebotenen Leistungen am meisten benötigen und am besten nutzen können. Zudem wird analysiert, welche Kunden zu dem Unternehmen passen. 

4.       Als nächstes geht es darum, den größten Engpass der Zielgruppe zu erkennen und Lösungen hierfür zu entwickeln. Das bedeutet, es geht darum, zu erkennen, welches technische, wirtschaftliche, soziale oder gesellschaftliche Problem die größte Rolle in der Kundengruppe spielt und für dieses Problem Lösungsansätze zu erarbeiten.

5.       Ist der größte Engpass der Zielgruppe erkannt und aufgelöst, entstehen in der Zielgruppe neue und andere Probleme. Diese gilt es frühzeitig zu erkennen und zusammen mit der Zielgruppe ebenfalls zu lösen. Durch den Nutzen, den das Unternehmen seinen Kunden dadurch bietet, baut sich ein Vertrauensverhältnis auf.

6.       Da sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenzen konzentriert, kann es sinnvoll und notwendig sein, Kooperationen einzugehen. Bei diesen Kooperationen handelt es sich jedoch immer um synergetische und nicht um additive Kooperationen.

7.       Bei der EKS geht es nicht nur darum, eine reine Verfahrens- oder Produktspezialisierung zu erarbeiten, sondern darum, eine dauerhafte Lösung für ein konstantes Grundbedürfnis der jeweiligen Zielgruppe zu entwickeln. Das Ziel liegt dabei darin, die Markt- und Machtstellung zu verbessern und die Marktführerschaft zu erreichen. 

Die Vermittlung der EKS

Die EKS wurde und wird in Rahmen eines Fernlehrgangs vermittelt. Richard Seeger entwickelte dabei eine elektronische Version und diese Weiterentwicklung, die als webbasiertes Lernmanagementsystem angeboten wird, beinhaltet neben dem Originalmaterial auch neuere Fallstudien, Datenbanksysteme, die Anwendersoftware, Foren und Blogs.

Die einzelnen Module des Lehrgangs verfolgen das Ziel, Unternehmen, Personen, Kommunen oder sogar ganzen Regionen zu ermöglichen, sich entsprechend ihrer Ressourcen zu spezialisieren und auf diese Weise ihre Erfolge in Marktnischen zu erhöhen.

Seit 1970 gibt es zudem ein Forum, in dem sich Anwender der EKS-Strategie zusammengeschlossen haben und ihre Mitglieder durch eigene Medien und Veranstaltungen unterstützen. In ähnlicher Form sind auch EKS-orientierte Berater organisiert. 

Die Bewertung der EKS

Fredmund Malik sieht die Besonderheit der EKS in der dynamischen Form der Spezialisierung. Damit wäre sie ein wichtiges Werkzeug zur Komplexitätsbewältigung und zusammen mit anderen Werkzeugen hilfreich für das Management von komplexen Systemen.

Durch das Erreichen einer strategischen Schlüsselposition und der damit verbundenen Verbesserung der Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse als Ziele, lässt sich die EKS auf Karrieren in nahezu allen Branchen anwenden.

Manager können die EKS nutzen, um strategische Bilanzen zu erstellen und dadurch Unternehmen und Organisationen kybernetisch regeln und steuern. Die Experten sind dabei darin einig, dass die Kybernetik, also die Steuerung- und Regelungstechnik, zukünftig noch weiter an Bedeutung bei der Führung von komplexen Organisationen gewinnen wird.

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