Tipps zum Enterprise Resource Planning ERP

Die wichtigsten Infos und Tipps rund um das Enterprise Resource Planning (ERP)  

Beim Enterprise Resource Planning, kurz ERP, geht es darum, die vorhandenen Ressourcen eines Unternehmens in Form von Kapital, Personal und Betriebsmitteln so effizient wie möglich einzusetzen, um auf die Weise die gesamten Geschäftsprozesse und Betriebsabläufe zu steuern und zu optimieren.

Anders ausgedrückt bedeutet das, dass das ERP die vorhandenen Kapazitäten eines Unternehmens den benötigten Ressourcen gegenüberstellt und bestehende Differenzen aufzeigt.

Dies macht das ERP zu einer aussagekräftigen Methode, die zukunftsweisend einen effizienten und zielorientierten Einsatz der Betriebsmittel ermöglicht.

Was sich nun aber konkret hinter ERP verbirgt und wie die Methode in der Praxis umgesetzt wird, fasst die folgende Übersicht mit den wichtigsten Infos und Tipps rund um das Enterprise Resource Planning zusammen:  

Die Absicht der ERP

Im Rahmen des ERP werden Daten aus allen Unternehmensbereichen miteinander verknüpft, wobei es üblicherweise in erster Linie um die Kernbereiche Materialwirtschaft, Personalwirtschaft, Produktion, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Marketing und Vertrieb geht.

Durch das ERP soll es möglich werden, die vorhandenen Ressourcen zu steuern, was gleichzeitig auch eine mögliche Anpassung nach oben oder nach unten beinhaltet. Im Ergebnis zeigt eine ERP-Planung, ob und wann in welchem Bereich notwendige Ressourcen fehlen oder übermäßig vorhanden sind. Die ERP-Analyse stellt die Ist-Situation dar und ermöglicht auf dieser Basis die Einleitung von weiterführenden Maßnahmen und Aktivitäten zur Steuerung der Ressourcen.

Dabei kann es sich dann sowohl um die Beschaffung und Bereitstellung zusätzlicher Betriebsmittel als auch um den Abbau oder die Stilllegung von aktuell nicht notwendigen Betriebsmitteln handeln. ERP wird damit zu einem Hilfsmittel, das dem Zweck dient, vorhandene Betriebsmittel zielgerichtet zu planen und einzusetzen. Da das ERP sowohl fehlende Auslastungen als auch Überlastungen der eingesetzten Ressourcen im Wertschöpfungsprozess aufzeigt, ergibt sich daraus die Möglichkeit, Optimierungen vorzunehmen, indem die Auslastung erhöht, die eingesetzten Betriebsmittel umverteilt oder aufgestockt werden.

Dies wiederum kann umgesetzt werden, indem beispielsweise neue Personalressourcen, Betriebsmittel oder finanzielle Mittel beschafft oder nicht benötigte Ressourcen freigesetzt werden.   

Die Methodik des ERP

In aller Regel arbeitet das ERP mit einem ERP-System, das idealerweise webbasiert ist und damit auch externen Partner ermöglicht, bei Bedarf auf relevante Daten zurückzugreifen. Dadurch wird die Einführung des ERP aber gleichzeitig zu einem sehr komplexen IT-Projekt, das eine kompetente und professionelle Projektplanung, Konzeption und Durchführung voraussetzt.

Zudem kann das ERP nur dann funktionieren, wenn das Management auf allen Ebenen hinter dem Projekt steht und auch die betroffenen Mitarbeiter rechtzeitig eingebunden werden.  

Die Einsatzmöglichkeiten von ERP

Grundsätzlich ist ERP für Unternehmen aller Größen und aller Branchen geeignet. Die Methode bietet sich allerdings vor allem für mittelständische und große Unternehmen an, weil hier die Ressourcenplanung mit manuellen Methoden nur bedingt möglich ist. Als IT-System bietet ERP dabei einige entscheidende Vorteile.

So kann die Architektur abgestimmt auf die Unternehmensgröße gestaltet werden, was gleichzeitig bedeutet, dass nicht jedes Unternehmen alle verfügbaren Module benötigt. Werden die nichtbenötigten Module reduziert, ist nicht nur die Implementierung weniger komplex und zeitintensiv, sondern auch die Kosten sinken.Gleichzeitig kann das ERP aber in allen Branchen eingesetzt werden und da es sich nicht auf eine bestimmte Ebene im Wertschöpfungsprozess beschränkt, ist es als Steuerungsinstrument in der Produktion ebenso geeignet wie beispielsweise im Dienstleistungssektor oder der Zulieferindustrie.

Auch hier gilt wieder, dass das ERP als IT-System flexibel auf die Bedürfnisse der jeweiligen Branche angepasst werden kann. So stellt ein Unternehmen in der Automobilbranche beispielsweise andere Anforderungen als ein Unternehmen, das im Dienstleistungssektor tätig ist, und eine Produktionsfirma oder ein Handwerksbetrieb benötigen andere Lösungen als ein Unternehmen der Banken- oder Versicherungsbranche.

Aus diesem Grund haben insbesondere die großen Anbieter Lösungen entwickelt, die speziell auf die Anforderungen bestimmter Branchen und die Bedürfnisse der jeweiligen Wirtschaftszweige ausgerichtet sind. Diese IT-Systeme lassen sich dann entsprechend schnell und kostenreduziert implementieren.   

Die Vorteile und Nachteile von ERP

Mittels ERP wird es möglich, die vorhandenen Ressourcen dort einzusetzen, wo sie die besten Ergebnisse erzielen. Damit basiert das ERP auf dem Maximumprinzip, versucht also, das Maximale mit den vorhandenen Mitteln zu erreichen. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass sowohl Kosten als auch Zeit eingespart werden können.

Zudem können Engpässe frühzeitig identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, beispielsweise in Form von Überstunden, Kurzarbeit, der Einstellung neuer Mitarbeiter oder einer entsprechenden Urlaubsplanung. Knappen Materialbeständen kann durch verstärkte Zulieferungen entgegengewirkt werden. Andersherum kann auch eine notwendige Freisetzung von Ressourcen frühzeitig eingeleitet werden.

Der größte Nachteil von ERP liegt vermutlich darin, dass in aller Regel systembasierte Lösungen erforderlich sind. Diese führen in der Praxis häufig zu komplexen IT-Projekten, insbesondere dann, wenn vernetzte Systeme implementiert werden, in die auch externe Partner eingebunden sind. Hinzu kommt, dass die Einrichtung der Systeme in aller Regel von kompetenten Anbietern umgesetzt werden muss, die ein ausgereiftes, bereits am Markt etabliertes System liefern.

Andernfalls besteht, wie bei vielen IT-Projekten, die Gefahr, dass die Kosten regelrecht explodieren. In der Folge kann dies einerseits dazu führen, dass die möglichen Kosten- und Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen aufgehoben sind, andererseits aber auch dazu, dass das gesamte Projekt scheitert.

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